Anleger des Fonds KanAm USA Real Estate Partners I sollten handeln - Prüfung möglicher Ersatzansprüche

Mit „Disneyland“ ließ die US-amerikanische Immobiliengesellschaft KanAm USA I L.P., deren Zweck es war, eine Beteiligung an einem Projekt „Meadowlands Xanadu“ zu erwerben und zu halten, vergleichen.

Laut Emissionsprospekt wurde „Meadowlands Xanadu“ gegründet, um auf dem Gelände des Meadowlands Sport Complex Bergen County New Jersey das Einkaufs- und Erlebniszentrum „Meadowlands Xanadu“ zu entwickeln und zu betreiben.

Nunmehr dürfte der Traum vom großartigen Shoppingcenter für die deutschen Fondsanleger, welche zusammen rund US-Dollar 430.000.000,00 an Eigenkapital in das im Jahr 2010 gescheiterte Großprojekt investiert hatten, endgültig geplatzt sein.

Schon im Jahresabschlussbericht der Fondsgesellschaft für die Geschäftsjahre zum 31.12.2009 bzw. für 2008 wurden die Anleger davon in Kenntnis gesetzt, dass „Meadowlands“ bei einem Darlehensgeberkonsortium Darlehen aufnehmen und hierdurch die Gruppe der Darlehensnehmer das Recht erlangt hat, sich das Objekt durch eine einvernehmliche Zwangsvollstreckung oder Grundstücksübereignung übertragen zu lassen.

Zwar wurde zwischenzeitlich ein neuer Investor gefunden, der das Projekt unter neuem Namen weiterführt; für die Fondsgesellschaft bedeutet dies aber, dass weitere Rückflüsse aus diesem Fonds nicht zu erwarten sind.

„Mit wundersamen Steuereinnahmen und einem unschlagbaren Fondskonzept wurde unseren Erfahrungen zufolge die Fondsgesellschaft beworben, die agierenden Beratungsgesellschaften mitunter keinerlei Zweifel bei potentiellen Anlageinteressenten um die enormen Wertzuwächse aufkommen ließen. Dabei waren die Zusammenhänge der Fondskonstruktion höchst komplex, sich aus den Fondsprospekt mitunter überhaupt nicht ergibt, wie hoch die Gesamt-Investition überhaupt hätte sein sollen“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. welche zudem darauf hinweist, dass keiner der Anleger, welcher bislang mit dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. Kontakt aufgenommen hat, darüber informiert war, dass es keinen geregelten Zweitmarkt für geschlossene Fondsbeteiligungen gibt und die Möglichkeit zur Veräußerung eines Fondsanteils höchst unwahrscheinlich ist.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Banken verwandten anlässlich der Beratung oftmals sogenannte „Checklisten“, dort auch einige Risikohinweise aus dieser Fondsbeteiligung abgedruckt sind. So findet sich zur Rubrik Nachschusspflicht/Haftung zwar ausdrücklich der Vermerk um eine fehlende Nachschussverpflichtung, weil die Haftung auf die Einlage begrenzt sei.

Das bei einer Kommanditbeteiligung in Form der KG spezifische Risiko der Nachhaftung gemäß § 172 Abs. 4 HGB wurde in diesem Zusammenhang nicht erklärt, zumal entsprechende Fondsbeteiligungen nicht selten als zur Altersvorsorge geeignet empfohlen wurden“.

Hinzu kommt, dass in aller Regel von den agierenden Banken über die dort geflossenen Vertriebsprovisionen kein Wort verlautbart wurde, nach der Rückvergütungsrechtssprechung des BGH indes Rückvergütungen von der Fondsgesellschaft an die anlagevertreibende Bank aufzuklären sind.

Der Schutzverein für Recht der Bankkunden e.V. sieht demzufolge für die Geltendmachung entsprechender Ersatzansprüche gute Chancen, wenn in der individuell einem Anleger zuteil gewordenen Beratung die tatsächlich bestehenden Risiken verharmlost bzw. schöngeredet wurden.

Betroffene Anleger können sich mit dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. zwecks kostenfreier und unverbindlicher Erstbewertung ins Benehmen setzen. Wir prüfen, ob Sie Chancen zur Durchsetzung Ihrer Schadensersatzansprüche haben.

Weitere Informationen unter info@schutzverein.org oder unter www.schutzverein.org.

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