AXA Immoselect - Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bereitet Schadensersatzklagen vor

Der Immobilienfonds AXA Immoselect hat im Rahmen der Abwicklung eine weitere Immobilie verkaufen können. Allerdings lag der Verkaufspreis 44% unter dem letzten festgestellten Verkehrswert.

Das Management des offenen Immobilienfonds hat nach dessen Auflösung im Jahr 2011 noch bis ins Jahr 2014 Zeit den Fonds endgültig abzuwickeln.

„Den Schilderungen betroffener Anleger zufolge wurde eine Immobilienfondsbeteiligung am offenen Immobilienfonds mit der Bezeichnung „AXA Immoselect“ nicht selten bereits zu einem Zeitpunkt verkauft, zu dem der Fonds bereits geschlossen war. Gleichzeitig wurde der Fondsanteil hauptsächlich aus Sicherheitsaspekten bei jederzeitiger Verfügbarkeit zur Zeichnung empfohlen, weshalb grundsätzlich zu prüfen ist, inwieweit die angediente Anlageberatung ordnungsgemäß war“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welche auf eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main hinweisen lässt, wonach bei Erwerb von Anteilen am offenen Immobilienfonds die Anleger über das Risiko eines Kapitalverlustes im Zusammenhang mit der Aussetzung der Rücknahme von Anteilen zu informieren sind.

Betroffenen Anlegern ist daher in jedem Fall eine rechtliche Überprüfung ihrer Kapitalanlage anzuraten, wobei auch die Frage der Verjährung eine Rolle spielen dürfte.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter:

„Gemäß § 37 a WpHG verjähren Ansprüche aus pflichtwidriger Anlagefalschberatung zu Wertpapieren drei Jahre nach Zeichnung, es also grundsätzlich nicht auf den Zeitpunkt ankommt, zu dem der Anleger erstmals Kenntnis um die fehlende Liquidierbarkeit des Fondsanteils Kenntnis erlangt. Zu prüfen ist daneben eine Haftung des beratenden Kreditinstituts aus einer vorsätzlichen Wertpapierfalschberatung, welche dann vorliegt, wenn der agierende Berater bewusst die gegebenenfalls schon bei Zeichnung immanente Gefahr der fehlenden Anteilsrücknahme im Beratungsgespräch verschwiegen hat“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Kapitalanlegern eine kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an. Weitere Informationen hierzu unter www.schutzverein.org oder schreiben Sie uns unter info@schutzverein.org.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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