Klagewelle der DG-Fondsanleger?

In den 90-iger Jahren zeichneten viele tausend Anleger geschlossene DG Bank Immobilienfonds der zum genossenschaftlich DZ-Verbund gehörenden DG Anlagegesellschaft mbH in der Rechtsforum der KG. Örtliche Volksbanken und Raiffeisenbanken nahmen die Fonds seinerzeit in ihr Anlageprogramm auf. In Beratungssituationen empfahlen sie den Beitritt. Viele Beteiligungen wurden durch einen Kredit, den die beratende Bank auslegte, teilfinanziert. Es besteht Grund zu der Annahme, dass es auch bei diesen Fondsanlagen zu Provisionsrückflüssen kam, die die örtliche beratende Volksbank oder Raiffeisenbank vereinnahmte. Weit verbreitet dürfte darüber nicht aufgeklärt worden sein, d. h. der einzelne Kunde nicht erfahren haben, dass solche Zahlungen erfolgten und in welcher Höhe. Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sieht in so einer Verfahrensweise zurecht eine Gefährdung des Kunden. Ein Berater, der sich solche Rückflüsse umsatzabhängig versprechen und zahlen lässt, handelt gegen die Interessen seines Kunden, da die Möglichkeit besteht, dass er im Rahmen der anleger- und objektgerechten Beratung nicht mehr allein die Kundeninteressen in den Vordergrund stellt, sondern sich bei seinen Empfehlungen auch von einem eigenen Interesse an möglichst viel Umsatz leiten lässt. Weitere Prospektfehler liegen bei mehreren DG-Fonds beispielsweise in unzureichenden Risikobelehrungen oder allzu optimistischen Prognoserechnungen. Die Haftung einer anlagevermittelnden Volksbank für einen DG-Fonds wurde bereits durch Urteil des OLG Stuttgart aus Januar 2007 bestätigt, wonach die beratende Bank den Anleger über die Risiken der Fondsbeteiligung und Negativberichterstattung in der Fachpresse hätte aufklären müssen. Auch die DZ-Bank traf nach dem Urteil des OLG Stuttgart eine entsprechende Informationspflicht. Im Januar verurteilte es die Volksbank Ebersbach zu mehr als 56.000 Euro Schadenersatz, weil die Bankberater dem Kunden die kritische Berichterstattung vorenthalten hätten. Damit hätten sowohl die Bank, als auch der Verband bzw. die Zentralbank pflichtwidrig gehandelt. Nicht gelten ließen die Richter die Aussage eines Bankberaters, er bekomme solche Anlagen praktisch vorgeprüft von der Zentralbank.

UnsereVertragsanwälte haben für Sie die Geschäfts- und Rechenschaftsberichte der Fonds geprüft. Beispielsweise gilt für den Fonds 35: „Konkret ist festzustellen, dass ohne einen beträchtlichen Sanierungsbeitrag die Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft spätestens im Jahr 2008 nicht mehr abzuwenden ist“ (Zitat aus dem Rechenschaftsbericht des Fonds 35 für das Jahr 2005) Mit anderen Worten, wenn keine erfolgreiche Sanierung stattfindet, ist der Fonds pleite und ihr Geld wahrscheinlich verloren. Die Lage spitzt sich immer mehr zu. So wurde am Montag, den 12.02.2007 von der DZ-Bank bekanntgegeben, dass die zuständigen Wirtschaftsprüfer den Jahresabschluss 2005 für den Fonds 35 nicht prüfen konnten und den obligatorischen Bestätigungsvermerk verweigert haben. Hintergrund ist die Tatsache, dass die Finanzierung des Fonds derzeit nicht vollständig gesichert ist. Unsere spezialisierten Vertragsanwälte haben die Sachlage bereits recherchiert und die Rechtslage geprüft. Die ersten Anleger werden bereits vertreten und ihre Interessen wahrgenommen.

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