Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

US-Grundinvest Fonds von KanAm soll aufgelöst werden

Der in die Krise geratene KanAm US-Grundinvest Fonds (WKN 679181) soll nun abgewickelt werden.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter Berufung auf aktuelle Berichterstattung.

Erstmals war die Rücknahme der Fondsanteile durch die Gesellschaft ab dem 28.10.2008 ausgesetzt worden, woraufhin im September 2009 der Immobilienfonds kurzfristig wieder eröffnet worden war.

Die Fondsgesellschaft hat sodann die Aussetzung der Anteilsrücknahme bis zum 06.05.2012 verlängern lassen. Zwischenzeitlich steht also die Auflösung und Auszahlung des offenen Immobilienfonds fest.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Immer wieder wenden sich betroffene Anleger an den Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., um mitzuteilen, dass ihnen ein offener Immobilienfonds als absolut sicheres Engagement von den einzelnen Banken zur Zeichnung empfohlen worden war. Nach den dortigen Darstellungen könne schlussendlich mit Immobilien nichts passieren. Von irgendwelchen Kapitalverlustrisiken war den Angaben betroffener Anleger in den einzelnen Beratungsgesprächen jedenfalls keine Rede“.

Zur Frage der rechtlichen Beurteilung ist indes die möglicherweise fehlende Offenlegung der tatsächlich einem offenen Immobilienfonds systemimmanenten Risiken von Bedeutung, in aller Regel die wenigsten Anleger um die tatsächlich von jeher systemimmanente Gefahr der Aussetzung der Rücknahme von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds hingewiesen worden sind.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt eine grundsätzliche anwaltliche Beratung zu Schadensersatzansprüchen gegen die beratende Bank bei in die Krise geratenen offenen Immobilienfonds. Aufgrund der Verjährungsproblematik ist zudem ein zügiges Handeln anzuraten. Etwaige Schadensersatzansprüche verjähren spätestens 3 Jahren nach dem Erwerb der Anteile an einem offenen Immobilienfonds, es sei denn, es bestehen hinreichende Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Anlagefalschberatung der Bank.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. ermöglicht betroffenen Anlegern eine kostenfreie Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche.

Weitere Informationen hierzu unter info@schutzverein.org.

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