WBG Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG

Landgericht Leipzig verurteilt Wirtschaftsprüfer zu Schadensersatz

Das Landgericht Leipzig hat in einem (noch nicht rechtskräftigen) Urteil den verantwortlichen Wirtschaftsprüfer zu Schadensersatz verurteilt. Das Landgericht Leipzig ging hierbei in seiner Entscheidung davon aus, dass der verantwortliche Wirtschaftsprüfer zum Zeitpunkt der Erteilung des uneingeschränkten Bestätigungsvermerks vom 22.06.2005 noch keinen Prüfbericht zum Jahresabschluss 2004 vorliegen hatte und demzufolge die Prüfungshandlungen in Bezug auf den Jahresabschluss 2004 noch nicht beendet waren. Das Urteil des Landgerichts Leipzig können Sie beziehen unter: Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. Kainzenweg 1 94036 Passau Tel.: 0851-988 4013 Fax: 0851-988 4029 E-mail: Prof.Dr.Thieler-Wittmann@t-online.de Hintergrund: Seit 1999 hat das Unternehmen Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG Inhaber-Teilschuldverschreibungen zu 5,5% Zinsen , 6,25% Zinsen, 6,75% Zinsen bzw. 7,0% Zinsen p.a. in aller Regel für drei Jahre ausgegeben. Ca. 20.000 bis 30.000 Anleger sind um etwa EURO 300.000.000,00 geschädigt worden. Das faktische Schneeballsystem ist zusammengebrochen, weil es den Initiatoren nicht gelungen ist, genügend neues Kapital zur Bedienung der Ansprüche der Altanleger zu aquirieren. Der Emissionsprospekt der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG legt offen dar, dass neue Leipzig West-Anleihen aufgelegt wurden, um hieraus fällige Inhaber-Teilschuldverschreibungen auszuzahlen. Vor Stellung des Insolvenzantrages beim Amtsgericht Leipzig am 19.06.2007 war die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG wegen der verzögerten Rückzahlung von fälligen Inhaber-Teilschuldverschreibungen bereits in die Schlagzeilen geraten. Ob die in 2007 vom Insolvenzverwalter Lukas Flöther geäußerte Besorgnis, dass die Schulden der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West AG ein vielfaches der aktuellen Vermögenswerte betragen, nach wie vor richtig ist, bleibt angesichts einiger von diversen Anlegerschützern geführten Erwartungen um die Insolvenzquote abzuwarten. Jedenfalls müssen die Anleger aktiv werden und selbst versuchen, bei den Verantwortlichen Schadensersatzansprüche geltend zu machen, wobei die Herren Schlögel und Klusmeyer bereits Anfang des Jahres 2007 die Anleger informierten, keinerlei Forderungen mehr bedienen zu können.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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