Albis Capital AG & Co. KG - Rechtsnachfolgerin der Gründungskommanditistin lässt Anlegern der Gesellschaft Vergleiche anbieten

Die für eine Liquidation erforderliche Mehrheit wurde nach Auskunft der Treuhänderin der Albis Capital AG & Co. KG nicht erreicht, der den Anlegern der Albis Capital AG & Co. KG im Frühjahr 2012 vorgeschlagene Beschluss zur Liquidation der Gesellschaft nicht zustande gekommen ist.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welcher auch darauf hinweisen lässt, dass zahlreiche betroffene Anleger vermehrt Anfragen stellen, welche Handlungsalternativen nunmehr zu ergreifen sind.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hierzu:

„Sollte die Gesellschaft Insolvenzantrag stellen, so bestimmt das zuständige Insolvenzgericht einen Insolvenzverwalter, welcher seinerseits zunächst prüft, inwieweit offene Einlagen bestehen bzw. inwieweit aus negativen Kapitalkonten geleistete Ausschüttungen von den Anlegern zurückzuzahlen sind. Damit sind alle Anleger der drei Vertragsvarianten „Classic“, „Classic Plus“ und „Sprint“ betroffen.

Ausschüttungen aus negativen Kapitalkonten, welche in 2005 bzw. 2006 an die Anleger zur Vertragsvariante „Classic“ geleistet wurden, bewirkten eine Herabminderung der gezeichneten Haftsumme, was im Falle der Insolvenz nunmehr dazu führen kann, dass der Insolvenzverwalter die aus Jahresfehlbeträgen geleisteten Ausschüttungen von den Anlegern zurückfordert. Insolvenzrechtlich ist er hierzu sogar verpflichtet“.

Probleme könnte es auch für die Anleger der Albis Capital AG & Co. KG geben, die eine „Sprint“-Beteiligung gezeichnet hatten und die Einlage auf die gezeichnete Haftsumme noch nicht vollständig geleistet haben. Diese Anleger haften daher in Höhe der ausstehenden Beträge, weshalb die vielfach von Anlegern vorgenommene Einstellung der Zahlungen weder rechtlich noch tatsächlich etwas brachte.

Wir empfehlen betroffenen Anlegern grundsätzlich fachkundig mögliche Ersatzansprüche prüfen zu lassen. Nicht selten ist der eigentliche „Berater“ aber nicht mehr existent, weshalb der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. Möglichkeiten prüft, inwieweit die Prospektverantwortlichen, also die Rechtsnachfolger des Emissionshauses Rothmann & Cie. bzw. der Albis Verwaltungs AG, nach den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne haftbar sind.

Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang auch einer Entscheidung des BGH vom April 2012 zu, der BGH dort die Falschberatung des Untervertriebsmitarbeiters dem Gründungsgesellschafter zugerechnet hat.

Betroffene Anlegern bietet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an.

Weitere Informationen unter dem Stichwort „Albis“ unter info@schutzverein.org oder unter www.schutzverein.org.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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