Commerzbank droht neuer Ärger mit Hellas-Anleihen

Der Commerzbank AG droht neuer Ärger mit Anlegern. Sie werfen dem Institut Falschberatung im Zusammenhang mit Griechenland-Anleihen vor. Die Bank habe ihnen zwischen Ende 2010 und März 2012 hochspekulative Papiere empfohlen, obwohl diese sich selbst als risikoavers einstuften.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter Berufung auf aktuelle Medienberichte.

Der Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., Frau Bettina Wittmann, hierzu:

„Viele Experten prognostizierten bereits 2011 trotz gegenteiliger Beteuerungen der Politik den Schuldenschnitt. Nachdem Banken ihre Griechenland-Anleihen abgeschrieben und am Umtausch mitgemacht hatten, trennten sie sich von den Papieren. So auch die Commerzbank, die sich im Bericht im 1. Quartal 2012 rühmte, keine Hellas-Anleihen mehr zu besitzen. Doch gleichzeitig empfahl sie risikoscheuen Kunden zwischen Ende 2010 und März 2012, diese Papiere zu halten oder gar zu kaufen“.

Die Kunden sitzen nun auf Verlusten von mindestens 40% des angelegten Betrages. Nach Auffassung der Commerzbank AG hätten betroffene Kunden jedoch auf höhere Gewinnchancen abgezielt und seien dafür bereit gewesen, mögliche Verluste zu akzeptieren.

Eine Anlageberatung hat anleger- und objektgerecht zu erfolgen, jedem Anleger klar sein muss, dass er gegebenenfalls höhere Renditeerwartungen haben kann, wenn er auch bereit ist, höhere Risiken hierfür zu akzeptieren. Demzufolge steht in Frage, inwieweit die damalige Einschätzung der Commerzbank AG um die Erfolgsaussichten des Wertpapiers nach Analyse der Bonität des Emittenten, der Laufzeit sowie der Struktur desselben richtig waren.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter:

„Nach unserer Kenntnis liegen bereits bei den Ombudsleuten des Bundesverbands Deutscher Banken Anfragen geschädigter Kunden vor. Inwieweit sich die Vorwürfe an die Commerzbank AG, um die dort vorgeworfene Falschberatung erhärten, bleibt abzuwarten“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. informiert betroffene Anleger weiter. Senden Sie hierzu einfach eine Mai an info@schutzverein.org oder informieren Sie sich unter Tel.: 0851-9884011.

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