Informationen für Geschädigte von DZ-Cobold-Zertifikaten - anwaltliche Überprüfung sinnvoll!

Vorwiegend Raiffeisen- und Volksbanken haben ihren Kunden in der Vergangenheit gefahrenträchtige Papiere ins Depot gebucht. Dabei handelte es sich um sogenannte „Credit Linked Notes“, also um Papiere, deren Erwerber für die emittierende Bank Kreditrisiken übernimmt.

 

Der Name steht ausweislich einer Produktinformation der DZ-Bank für Corporate Bond Linked Dept. Diese Titel wurden zu Konditionen in den Markt gedrückt, die nicht oder allenfalls unwesentlich über den seinerzeitigen Konditionen für risikolose, festverzinsliche Wertpapiere lagen.

 

Dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. wurde ein Sachverhalt bekannt, wonach die dortige Anlegerin gegenüber der handelnden Wertpapiermitarbeiterin einer Volks- und Raiffeisenbank den Wunsch äußerte, Bundesschatzbriefe, deren Rendite ausweislich der Bundesbankstatistik damals bei ca. 3,2% lag, erwerben zu wollen. Diesem Wunsch der Anlegerin wurde nicht entsprochen. Stattdessen bot man ihr noch im August 2008 hochriskante DZ-Cobold 75 Zertifikate ohne jeglichen Risikohinweis zum Kauf an.

 

Wer hat ähnliche Erfahrungen?

 

Die handelnde Volks- und Raiffeisenbank beruft sich in einem außergerichtlichen Ablehnungsschreiben auf die angebliche Risikobereitschaft der Anlegerin.

 

Natürlich mag es Anleger gegeben haben, die bei Erwerb diese Risiken aufgrund ihrer Erfahrung vielleicht durchschaut haben. Die Mehrheit der Anleger hat die Risiken seinerseits überhaupt nicht zur Kenntnis genommen, wie auch, hat in den dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bekannt gewordenen Fällen kein handelnder Wertpapiermitarbeiter der verantwortlichen Bank mitgeteilt, dass der Erwerber die DZ-Bank von den kumulativen Kreditrisiken unter anderem von vier US-Investmentbanken befreien, darunter Lehman-Brothers.

 

Weshalb die Zertifikate als Alternative zu festverzinslichen Wertpapieren konservativen Anlegern angeboten werden, kann wohl nur durch die handelnde Bankfiliale geklärt werden.

 

Betroffen sind hier die Grundsätze der fehlenden anleger- bzw. anlagegerechten Beratung, welche in den hier bekannt gewordenen Fällen schon vorsätzlich verletzt worden sein dürfte.

 

Anleger sollten auch im Hinblick auf laufende Verjährungsfristen frühzeitig mögliche Schadensersatzansprüche fachkundig prüfen lassen.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät allen geschädigten Anlegern zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gerade bei Erwerb von Zertifikaten in 2006 prüfen zu lassen. Eine kostenlose Erstbewertung wird vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. ermöglicht. Sie können sich hierzu einen Fragebogen für geschädigte Wertpapier-Anleger am Beispiel Lehman-Brothers unter www.schutzverein.org herunterladen oder diesen telefonisch direkt vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter 0851-988 4013 anfordern.

 

Diese Erstbewertung dient den mit dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. kooperierenden Vertrauensanwälten zu einer ersten rechtlichen Einschätzung, inwieweit hier tatsächlich Schadensersatzansprüche gegen das betroffene Kreditinstitut gegeben sind. Diese Erstbewertung erfolgt individuell, d.h. auf den individuellen Schadensfall bezogen, was auch und gerade im Hinblick auf mögliche Schadensersatzansprüche gegen ein verantwortliches Kreditinstitut unerlässlich ist.

 

„Die Frage der anlage- bzw. anlegergerechten Beratung hat immer individuell und auf den konkreten Einzelfall bezogen zu erfolgen, können ansonsten etwa die Kriterien um die anlegergerechte Beratung nicht herausgearbeitet werden“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. Gerade die Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig vom 10.11.2008 hat gezeigt, dass eine individuelle Sachverhaltsbearbeitung unter Darlegung der konkreten Anlageziele des Anlegers unerlässlich erscheint.

 

Direkter Link zum Anmeldeformular für den Fragebogen finden Sie auf unserer Homepage!

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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