MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG - Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Regensburg dauern an

Wie aktuellen Presseberichten zu entnehmen ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft Regensburg aktuell gegen 5 Verantwortliche der MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG wegen Betruges. Nach aktueller Mitteilung wird mit einem Abschluss der äußerst umfangreichen Ermittlungen nicht vor Juni 2014 gerechnet.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter Berufung auf eine aktuelle Mitteilung der Zeitschrift „Kapitalmarkt Intern“.

„Kapitalmarkt intern“ warnte bereits in 2009 vor der Beteiligungsgesellschaft MLR, u.a. aufgrund der horrenden Kosten, sollen u.a. im Fondsprospekt zur MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG Provisionen in Höhe von mehreren hunderttausend EURO verschwiegen worden sein.

Sollten die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zutreffen, kommen für die bereits durch die Schließung des Fonds durch die BaFin geschädigten Anleger u.a. Schadensersatzansprüche gegen die Prospektverantwortlichen, aber auch gegenüber den agierenden Anlagevermittlern/Anlageberatern in Betracht.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Nach der Rechtsprechung des BGH sind Anlageberater ebenso wie im Übrigen Anlagevermittler verpflichtet, die Anleger vollumfänglich auf die jeweiligen Risiken der zur Zeichnung angeratenen Beteiligung hinzuweisen. Auch mögliche Prospektfehler müssen sich Anlageberater im Rahmen ihrer Verpflichtung zur Plausibilitätsprüfung grundsätzlich zurechnen lassen“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern auch eine grundsätzlich frühzeitige Prüfung der Sach- und Rechtslage durch auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierte Rechtsanwälte.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter:

„Grundsätzlich ist ein Schaden beim Anleger nicht erst eingetreten, nachdem dieser um den Totalverlust seiner Einlage informiert ist. Nach der Rechtsprechung des BGH ist ein Schaden bereits dann entstanden, wenn der Anleger erkennen kann, dass die ihm zuteil gewordene Beratung pflichtwidrig falsch war. Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch die dreijährige Verjährung zu laufen“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weist darauf hin, dass leider zahlreiche Ersatzansprüche rein verjährungsrechtlich nicht mehr durchgesetzt werden können, weil die Anleger „zu spät“ reagiert haben und oftmals besorgniserregende Rundschreiben ihrer Gesellschaft nicht zum Anlass nehmen, die Beteiligung fachkundig prüfen zu lassen.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die Verantwortlichen an.

Weitere Informationen hierzu unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an unter Tel.: 0851-9884011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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