V+ Beteiligungen - Unternehmerische Beteiligung mit Kapitalverlustrisiko stellt keine zur Altersvorsorge geeignete Kapitalanlage dar

Der Geschäftsgegenstand der V+ Fonds besteht darin, Gesellschaftsbeteiligungen auf einem sogenannten „Zweitmarkt“ zu erwerben, wobei auch die Verwaltung und die Veräußerung von bereits auf dem Markt befindlichen Beteiligungen an anderen Unternehmen, die im Bereich „Venture Capital“ tätig sind, beabsichtigt ist.

 

Allerdings ist in zahlreichen, dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bekannt gewordenen Fällen von einer Falschberatung oder unterlassenen Aufklärung der Anleger auszugehen.

 

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V., empfiehlt betroffenen Anlegern eine grundsätzlich fachkundige Prüfung bestehender Handlungsoptionen, zumal die Fondsgesellschaften anlässlich ihrer letzten Gesellschafterversammlung beschlossen hatten, säumige Zahler nunmehr mittels gerichtlicher Schritte zur Einhaltung ihrer Leistungsverpflichtungen anzuhalten.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. verweist in diesem Zusammenhang auf eine Entscheidung des OLG München vom 09.06.2016.

 

Zweitinstanzlich gab der dortige Senat der Klage eines geschädigten Anlegers gegen seinen Anlageberater auf Schadensersatz wegen Falschberatung über die empfohlene Kapitalanlage statt, weil der dortige Anleger nachweisen konnte, dass sein einziges, seinem Berater auch mitgeteiltes Anlageziel die private Altersvorsorge und zur Erreichung dieses Anlageziels die ihm empfohlene Geldanlage bei einem Fonds nicht geeignet war.

 

„Einem Anleger, dessen einziges Anlageziel die private Altersvorsorge ist und der zwecks Investition in die empfohlene Geldanlage bestehende Lebensversicherungen / Bausparverträge / Rentenversicherungsverträge auflösen lässt, dürfen keine Geldanlagen zur Zeichnung empfohlen werden, die mit Totalverlustrisiken behaftet sind. Wenn also ein Anleger ausdrücklich eine zur Altersvorsorge geeignete Kapitalanlage will, liegt ein Beratungsfehler vor, wenn der Anlageberater diesem Anleger die Beteiligung an einer langfristigen und mit Kapitalverlustrisiken behafteten Fondsgesellschaft empfiehlt“.

 

Zudem muss ein Anlageberater das von ihm empfohlene Produkt auf seine Plausibilität hin prüfen und gegebenenfalls von einer Beteiligung abraten. In diesem Kontext ist dem Anleger auch zu erläutern, dass das empfohlene Produkt nur eingeschränkt wieder verkäuflich ist, weil es an einem entsprechenden Markt fehlt.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt daher allen Anlegern, die eine Beteiligung an V+ - Fonds gezeichnet haben, mögliche Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass nunmehr die Fondsgesellschaften säumige Zahler auf Einzahlung der fälligen Rateneinlage verklagen wollen.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche an.

 

Weitere Informationen unter infor@schutzverein.org.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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