V+ Fondsbeteiligung - Schadensersatz möglich?

Bis zum Jahr 2010 wurde über verschiedene Vertriebsgesellschaften eine Beteiligung an der V+ GmbH & Co. Fonds 2 KG angeboten. Vorangegangen war eine Gesellschaft mit der Nr. 1 und nachfolgend wurde eine Gesellschaft mit der Nr. 3 vertrieben.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. berichtet von dort bekannt gewordenen Fällen, wonach diese Beteiligung von den agierenden Beratern/Vermittlern unter Auflösung bestehender Renten- oder Kapitallebensversicherungen/Bausparverträge zur Finanzierung empfohlen worden war, oftmals mit dem Versprechen um eine erheblich bessere Renditemöglichkeit. Mitunter wurden je zwei Verträge mit einer Einmaleinlage und mit einer monatlichen Ratenzahlung zur Zeichnung empfohlen.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welche betroffene Anleger auch anwaltlich vertritt:

„In aller Regel wurde damit argumentiert, dass die Beteiligung eine bessere Altersvorsorge im Vergleich zu „altherkömmlichen“ Renten- oder Kapitallebensversicherungen sei. Mitunter wurde die Beteiligung auch unmittelbar im Anschluss an die erfolgte Beratung unterzeichnet, ohne dass der Anleger die Möglichkeit gehabt hätte, das Emissionsprospekt um die dort dargestellten unternehmerischen Risiken durchzulesen“.

Deswegen erstaunt es auch nicht, dass den wenigsten Anlegern die langfristige Bindung aus dieser Beteiligung im Beratungsgespräch unmissverständlich verdeutlicht wurde, sich ohnehin die Frage stellt, welcher wirtschaftlich bessere Ertrag im Vergleich zu Renten- und Kapitallebensversicherungen hier erzielbar sein soll.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Die langfristige Bindung, das ungewisse Ergebnis einer Bewertung der Anteile sowie ein fehlender Zweitmarkt für den freihändigen Verkauf sind unseres Erachtens zusätzliche Aspekte, die belegen, dass die Beteiligung als Altersvorsorge gerade nicht geeignet ist“.

Nach der Rechtsprechung des BGH hat der agierende Berater/Vermittler seinen Anleger hierauf unmissverständlich hinzuweisen, nach der Rechtsprechung des BGH ein Beratungsfehler beispielsweise dann in Betracht kommt, wenn der Berater die Beteiligung als „sicher“ bezeichnet hat, obwohl diese mehr oder weniger spekulativ bzw. mit den Risiken eines Totalverlusts behaftet ist.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche.

Weitere Informationen hierzu unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns einfach an unter Tel.: 0851-9884011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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