V+ GmbH & Co. Fonds 1 KG - Schadensersatz möglich?

Besorgte Anleger erkundigen sich aktuell um die ihnen als angebliche „Sparform“ zur Zeichnung empfohlene Beteiligung am „V+ GmbH & Co. Fonds 1 KG“. Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.. Deren Vorstand, Frau Bettina Wittmann hierzu:

„In den uns bislang bekannt gewordenen Fällen wurden zur Finanzierung dieser Beteiligung von den Beratern/Vermittlern empfohlen, bestehende Kapitallebensversicherungen oder Bausparverträge zu verkaufen oder zu kündigen und statt dessen mit einer vermeintlich besseren Rendite in die Fondsgesellschaft zu investieren. Den oftmals sogar standardisierten Angaben der agierenden Berater zufolge sei eine Kapitallebensversicherung „out“, jeder Anleger versuchen sollte, hier tatsächlich lukrativ und sinnvoll sein Geld einzusetzen“.

Zweck der V+ GmbH & Co. Fonds 1 KG war nach den Prospektangaben der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von bereits auf dem Markt befindlichen Beteiligungen an anderen Unternehmen, die im Bereich „venture-capital“ tätig sind. Die Beteiligungen an diesen Unternehmen soll auf dem sogenannten „Zweitmarkt“ erworben werden. Die Beteiligung an der V+ Plus Fonds 1 KG hat eine Laufzeit von mehr als 20 Jahren, wobei bis dahin ein ordentliches Kündigungsrecht ausgeschlossen ist. Daneben besteht ein Sonderkündigungsrecht nach Ablauf von 10 Jahren, allerdings erst ab dem Zeitpunkt der vollständigen Einzahlung der Zeichnungssumme.

Tatsächlich dürfte die Beteiligung als Altersvorsorge oder Spareinlage gänzlich ungeeignet sein, die langfristige Bindung der Anleger über jedenfalls mehr als 20 Jahre für die Ratenzahlungsverträge, das ungewisse Ergebnis einer Bewertung der Anteile und ein fehlender Zweitmarkt für den freihändigen Verkauf belegen die berechtigte Frage, welcher wirtschaftlich bessere Ertrag im Vergleich zu einer Kapitallebensversicherung hier erzielbar sein soll.

So steht nach der Rechtsprechung des BGH einem Anleger, der bei Zeichnung einer Kapitalanlage von einem Anlageberater vollständig oder falsch über das Produkt und die damit verbundenen Risiken aufgeklärt oder getäuscht wurde, gegenüber dem Anlageberater ein Schadensersatzanspruch in Höhe des ihm entstandenen Verlustes zu.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter:

„Wir empfehlen allen Anlegern dringendst, sich bei der Fondsgesellschaft um die dort befindlichen Gesprächs- und Informationsprotokolle zu erkundigen, dort mitunter auch die Aushändigung des Emissionsprospekts unterschrieben wurde. Den Angaben der diesseits vertretenen Anleger zufolge war um mögliche Kapitalverlustrisiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals aber keine Rede, auch das Emissionsprospekt oftmals zeitlich weit vor Zeichnung nicht zur Vorlage gebracht wurde“.

Ungeachtet dessen muss ein Anlageberater das von ihm empfohlene Produkt auf seine Plausibilität hin prüfen und gegebenenfalls von einer Beteiligung abraten, der Meinung des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. zufolge auch im Emissionsprospekt nicht klar und unmissverständlich darauf hingewiesen wird, dass nur ein vergleichsweise geringer Teil der Anlegergelder überhaupt für Investitionszwecke verwendet wird, während mit einem Großteil des Geldes sogenannte Weichkosten bezahlt werden.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt daher allen Anlegern, die eine Beteiligung an V+ Fonds gezeichnet haben, mögliche Schadensersatzansprüche umfassend prüfen zu lassen, der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. jedem Anleger eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung zuteil werden lässt.

Weitere Informationen hierzu unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an unter Tel.: 0851-9884011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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