Apollo Medienfonds - Verjährung möglicher Schadensersatzansprüche dorht zum Jahresende

Dass Presseberichten zufolge einem geschädigten Anleger der insolventen „Apollo Media GmbH & Co. Dritte Filmproduktion KG“ aktuell Schadensersatzansprüche zugesprochen wurden, dürfte mehreren geschädigten Anlegern dieses Medienfonds Hoffnung machen.

„Laut Mitteilung des BSZ e.V. konnte ein geschädigter Anleger in Sachen Apollo Media Dritte Filmproduktion KG Schadensersatz von seiner beratenden Sparkasse verlangen, weil diese ihn auf die von der Bank weiters generierten Rückvergütungen nicht hingewiesen hatte“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., deren Verein zudem mehrere geschädigte Anleger der Ersten bzw. Dritten Filmproduktion KG der Apollo Media betreut.

Nach der Rückvergütungsrechtsprechung des BGH ist ein beratendes Kreditinstitut verpflichtet, den Anleger darauf hinzuweisen, dass die Bank aus dem vom Anleger gezahlten Agio Provisionen hinter dem Rücken des Anlegers generiert, diese Zahlungen an das individuell beratende Kreditinstitut in den meisten Fällen nicht im Emissionsprospekt festgehalten sind, weshalb der agierende Berater der vertreibenden Bank verpflichtet gewesen wäre, seinen Kunden auf die weiters geflossenen Rückvergütungen hinzuweisen.

„Eine Aufklärung ist jedoch in den seltensten Fällen erfolgt, noch weit bis ins Jahr 2007 die agierenden Bankberater ihre Kunden nicht auf die weiters von der Bank generierten Rückvergütungen haben hinweisen lassen“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter, welche auch auf die aktuelle Verjährungsproblematik bei Zeichnung einer Beteiligung vor dem 01.01.2002 hinweist.

„Sowohl Beteiligungen am Apollo Medienfonds Erste Filmproduktion als auch Dritte Filmproduktion KG wurden zeitlich vor dem 01.01.2002 vertrieben, demzufolge zum Jahresende die absolute Verjährung droht. Diese drohende Verjährung kann nur durch verjährungshemmende Maßnahmen gehemmt werden.

Hierzu kann der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. interessierten Anlegern gerne Informationen unter info@schutzverein.org zuteil lassen.

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