Landgericht München I verurteilt Anlageberater wegen fehlerhafter Anlageberatung bei WMF V zur Rückabwicklung!

Ärger droht den Kommanditisten der Sechsten World Media Productions GmbH & Co. KG (WMF V).

 

Nicht nur die Probleme um die mögliche Aberkennung des steuerlichen Verlustvortrages durch die Finanzverwaltung macht den Kommanditisten zu schaffen; aktuell werden sie auch von der Geschäftsführung auf eine Abtretung an eine Prozessfinanziererin durch die Insolvenzverwalterin über das Vermögen der IN-motion AG hingewiesen, welches dazu führen könnte, dass alle Kommanditisten in voller Höhe aus ihrer Haftsumme in Anspruch genommen werden. Entsprechende Klageschriftsatzentwürfe wurden bereits an „solvente Kommanditisten“ zur Kenntnisnahme übersandt.

Ein Schock für Anleger, welche diesen Fonds als Altersvorsorge gezeichnet und konzeptionsgemäß nur 48% ihrer Einlage bezahlt haben.

 

„Immer wieder machen wir die Erfahrung, dass diese Filmfondsbeteiligungen von den agierenden Anlageberatern ohne jegliche Risikohinweise verkauft wurden“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

 

Gerade wegen der konzeptionsmäßigen Einzahlung nur eines Teilbetrages ihrer Haftsumme wurden viele Anleger von der Sinnhaftigkeit ihrer Investition überzeugt, ohne dass ihnen auch nur mit einem Wort vor Kauf die Verpflichtung zur Haftung aus der tatsächlichen Haftsumme mitgeteilt wurde.

 

Hoffnung können sich die Anleger durch zwischenzeitlich höchstrichterlich ergangene Entscheidungen machen. Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. verweist insoweit auf ein von den dortigen Vertrauensanwälten erstrittenes Urteil des Landgerichts München I vom 02.12.2008, in welchem dem dortige Kläger von seinem Anlageberater Schadensersatz zugesprochen wurde.

 

Das Landgericht München I glaubte den Angaben des Anlegers, ihm sei diese Beteiligung mit „null Risiko“ zur Zeichnung angeboten worden, war ihm von seinem Anlageberater vor Zeichnung nicht mitgeteilt worden, wegen erlangter Ausschüttungen möglicherweise noch Nachschüsse leisten zu müssen bzw. den Kommanditanteil in voller Höhe einzubezahlen.

 

Nach Auffassung des Landgerichts München I spricht für diese Darlegung auch das Emissionsprospekt, in welchem auf Seite 41 davon die Rede ist, dass der Anleger sich bei seiner Anlageentscheidung davon leiten lassen solle, dass es vertraglich garantierte Einnahmen gäbe.

 

Mit dieser Entscheidung bestätigte das Gericht den Grundsatz, wonach einen Anlageberater eine besondere Aufklärungspflicht über sämtliche wesentliche Aspekte der Beteiligung trifft. Verletzt der Berater diese Aufklärungspflicht, so kann sich der Käufer von dem geschlossenen Vertrag lösen.

 

Betroffene Anleger sollten sich schnellstmöglich Rat bei einem auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierten Rechtsanwalts holen. Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. arbeitet mit Kanzleien in ganz Deutschland zusammen, welche sich auf das Spezialgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisiert haben. Unsere Anwälte haben langjährige Erfahrungen in allen Bereichen des Kapitalanlagerechts. Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e. V. vermittelt den Kontakt zu denjenigen Anwälten, die sich mit den individuellen Spezialproblemen eines Filmfonds beschäftigen, weshalb eine umfassende Bewertung und Beratung gewährleistet erscheint.

 

Weitere Informationen erhalten Sie vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.!

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