Medienfonds: Die Schlacht kann beginnen!

Wie bekannt wurde, haben KGAL, LHI und Hannover Leasing, drei der größten Medienfondsinitiatoren das Kriegsbeil gegen die Finanzbehörden ausgegraben. Sie wollen gegen die Steuernachforderungen der Finanzbehörden gerichtlich vorgehen.

 

Nachdem die ersten Medienfonds mit leasingähnlichen Strukturen noch vom Fiskus anerkannt wurden, wurde im Laufe des Jahres 2005 die steuerliche Abschlussprüfung der Fonds plötzlich zur Zitterpartie. Mit Schreiben der Finanzverwaltung aus dem Jahr 2007 wurden die Anleger über die Gefahr der möglichen Aberkennung steuerlicher Vorteile informiert. Diese Problematik ergab sich, nachdem die Finanzverwaltung davon ausging, dass sämtliche Schuldübernahmeverträge von Medienfonds, bei denen die Zahlungsverpflichtung aus dem Lizenzvertrag durch eine Bank schuldbefreiend übernommen wurde, als sogenanntes „abstraktes Schuldversprechen“ zu werten ist. Die Finanzverwaltung behandelt Lizenzverträge als Leasingverträge und lässt die Lizenzzahlungen aktivieren, was zur Folge hat, dass Anfangsverluste für den Fonds fast vollständig neutralisiert werden.

 

Nunmehr wollen die Initiatoren mit den insgesamt 33 (potentiell) betroffenen Fonds, die zwischen 1998 bis 2005 aufgelegt wurden, klagen.

 

Doch wie ernst gemeint ist eine solche Klage?

 

„Ungeachtet der Tatsache, dass die Initiatoren nunmehr gegen die steuerliche Behandlung durch die Finanzbehörden vorgehen wollen, stellt sich doch für die Anleger die Frage nach aktuellem Handlungsbedarf“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welche darauf hinweist, dass – ungeachtet möglicher Klagen der Initiatoren gegen die Finanzbehörden – die Schadensersatzansprüche der Anleger binnen einer Frist von 3 Jahren ab Kenntnis der anspruchsbegründenden Tatsachen verjähren können.

 

Mit einer Klage der Initiatoren gegen die Finanzbehörden ist es also noch nicht getan. Denn falls diese Klage schief geht, stehen die Anleger gänzlich mit leeren Händen da.

 

„Betroffene Anleger sollten sich grundsätzlich fachkundig anwaltlich beraten lassen, um für sich selbst entscheiden zu können, inwieweit sie beispielsweise die steuerliche Problematik ausschließlich von der Fondsgesellschaft klären lassen wollen. Grundsätzlich sollte man hier auf Nummer sicher gehen und die Initiatoren bzw. sonstige Verantwortliche einen Verjährungsverzicht abringen“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. ermöglicht interessierten Anlegern eine Überprüfung der individuellen Fondsbeteiligung. Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. arbeitet mit Vertrauensanwälten aus ganz Deutschland zusammen, welche allesamt auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisiert sind. Wir informieren Sie gerne.

 

Weitere Informationen erhalten Sie vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.!

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