Medienfondsbeteiligungen - Anleger sollten rechtzeitig handeln

Dass der Fristbeginn der Verjährung für Schadensersatzansprüche unter Einbeziehung der subjektiven Voraussetzungen des § 199 I BGB zu ermitteln ist, ist zwischenzeitlich ständige Rechtssprechung.

 

Wie die Vertrauensanwälte des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. mitteilen, lassen die Prozessbevollmächtigten der in den einzelnen Medienfondsbeteiligungen verklagten Anlageberater durch ihre Rechtsanwälte zwischenzeitlich turnusmäßig die Einrede der Verjährung einwenden.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät demzufolge betroffenen Anlegern die Frage der Verjährungsproblematik durch einen auf das Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierten Rechtsanwalts umfassend prüfen zu lassen, wenn bereits seit geraumer Zeit in Berichten der Geschäftsführung Zweifel am Erfolg der Beteiligung angesprochen waren.

 

„In concreto muss zur Frage der Verjährung möglicher Schadensersatzansprüche geprüft werden, ob einem Geschäftsbericht greifbare Anhaltspunkte zu entnehmen sind, dass der Eintritt eines Schadens drohe. Wesentlich ist, ob sich den Geschäftsberichten eine hinreichend erforderliche Schadenswahrscheinlichkeit entnehmen lässt“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

 

Diese verweist beispielhaft auf eine Entscheidung des Landgerichts Ellwangen zur „ApolloMedia GmbH & Co. Filmproduktion KG“. Dort wurden die Anleger in Berichten der Geschäftsführung aus den Jahren 2002 und 2003 auf Probleme um den Erlösausfallversicherer NEIS hingewiesen. Gleichzeitig war den Berichten der Geschäftsführung jedoch nicht zu entnehmen, dass die dortigen Anleger im Hinblick auf die Zweifelhaftigkeit der Erlösausfallversicherung die nach § 199 I Nr. 2 BGB erforderlichen Kenntnisse hatten, zumal noch ein dortiger Bericht der Geschäftsführung aus dem Jahr 2004 die wirtschaftliche Gesamtsituation der Fondsbeteiligung als positiv bewertete, da weniger erfolgreiche Projekte von erfolgreicheren kompensiert würden.

 

Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen hatte in einer Pressemitteilung vom 24.01.1997 und in der Ausgabe 3/97 der Veröffentlichungen des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen vor Vertragsschlüssen mit der Versicherungsgesellschaft NEIS gewarnt.

 

Aufgrund der Verlautbarungen des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen waren Zweifel an der Bonität und Seriosität vor Erlösausfallversicherer NEIS begründet.

 

In einer Entscheidung des LG Ellwangen war der dortige Anlageberater zu Schadensersatz verurteilt worden, weil sich dieser keinerlei Informationen um diese Versicherungsgesellschaft besorgt hatte (LG Ellwangen, Urteil vom 16.04.2009 zum Az.: 4 O 196/08).

 

„Nach Auffassung des LG Ellwangen liegt eine Pflichtverletzung darin, dass ein Anlageberater über die als Ausfallversicherer im Emissionsprospekt beispielhaft benannte NEIS keine Nachforschungen beim Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen angestellt hatte, wozu er jedoch verpflichtet war“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter.

 

Nach Berichten der Anwaltskanzlei CLLB konnten diese für Anleger an dem Medienfonds ApolloMedia GmbH & Co. Fünfte Filmproduktion KG mehrfach schon Schadensersatzansprüche durchsetzen.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät Anlegern der ApolloMedia GmbH & Co. Dritte, Vierte und Fünfte Filmproduktion KG, der seine Beteiligung auf Empfehlung eines Anlageberaters erworben hat und nicht über die Warnung des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen aus dem Jahr 1997 aufgeklärt wurde, aktiv zu werden und seine Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen. Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. arbeitet mit Vertrauensanwälte, welche allesamt auf das Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisiert sind, in ganz Deutschland zusammen. Mitglieder des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. können zudem eine kostenfreie Erstberatung durch einen Vertrauensanwalt des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e. V. in Anspruch nehmen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.schutzverein.org.

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