Prozesserfolg gegen die Raiffeisenbank Grevenbroich bei Medienfonds!

Das LG Mönchengladbach hat einem vom Vertrauensanwalt des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., Herrn RA Stefan Seitz, gleichzeitig auch Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Augsburg, vertretenen Kläger Schadensersatz gegen die vermittelnde Raiffeisenbank Grevenbroich in Sachen N1 European Film Productions GmbH & Co. zugesprochen. Hintergrund war eine Beratung im Jahr 2003 durch Mitarbeiter der Bank, die nach Auffassung des Gerichts fehlerhaft war, da über die genaue Höhe der enthaltenen Innenprovisionen nicht aufgeklärt wurde. Auch die Nennung einer Obergrenze für Vermittlungsprovisionen in Emissionsunterlagen wurde insoweit als unzureichend betrachtet, da es auf die konkrete Höhe der Zahlung im Einzelfall ankomme.

 

Damit schließt sich das Gericht zahlreichen land- und oberlandesgerichtlichen Entscheidungen an, die den vermittelnden Banken anhand einer neuen Rechtsprechung des Bundesgerichtshof zur Informationspflicht über Innenprovisionen deutlich höhere Hürden für eine vollständige und sachgerechte Beratung aufstellen. Nach den Vorgaben der Rechtsprechung muss die Anlage den individuellen Bedürfnissen des Kunden entsprechen und für ihn auch geeignet sein. „Insoweit liegt es auf der Hand, dass bei Anlagen, die den Beratern förmlich aus der Hand gerissen werden, weil sie eine lukrative Rendite mit entsprechenden Sicherheiten erwarten lassen, in der Regel keine hohe Rückvergütung ausloben werden. Die Anlagen, die sich schwieriger verkaufen lassen, werden dagegen regelmässig höhere Vertriebsanreize benötigen“, so RA Stefan Seitz, Vertrauensanwalt des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. aus Augsburg.

 

Wie bereits berichtet, erfolgten die Beratungen zu den Medienfonds meistens fehlerhaft. Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. berichtet von Mitgliedern, die entgegen ihren Anlagezielen und ihrer Risikobereitschaft beraten wurden. Fast immer wurden auch Rückvergütungen (Kick-Back-Zahlungen) verschwiegen, welche der Anlageberater oder die beratende Bank im Zusammenhang mit der Anlageempfehlung seitens der Fondsgesellschaft erhalten hat.

 

Schon in den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Urteile, in welchen den dort klagenden geschädigten Medienfondsanleger Schadensersatz in voller Höhe zugesprochen wurde und deren Beteiligung vollständig rückabgewickelt wurde. Darüber hinaus bekamen die Anleger den Schaden erstattet, der durch die Steuernachzahlungen entstand. Mögliche Ansprüche richten sich gegen die finanzierende Bank, die beratende Bank und sonstige Anlageberater, welche den Medienfonds empfahlen.

 

„Viele beunruhigte Medienfondsanleger fragen sich, wie sie sich jetzt verhalten sollen. Insbesondere zum Jahresende ist Vorsicht hinsichtlich etwaiger Verjährungsfristen geboten“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.. Diese rät betroffenen Anlegern ihre Ansprüche zeitnah durch einen auf das Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierten Fachanwalt überprüfen zu lassen. Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. arbeitet mit Vertrauensanwälten aus ganz Deutschland zusammen, welche sich um den individuellen Schadensfall kümmern. Zugleich bietet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. auch eine kostenfreie Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche an.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.schutzverein.org.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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