Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

Verjährung - Geschädigte Kapitalanleger müssen aufpassen!

Auch wenn sich erst nach mehreren Jahren herausstellt, dass der Anleger von seiner Beratungsgesellschaft / anlagevertreibenden Bank falsch beraten wurde, können hieraus Schadensersatzansprüche nur binnen einer laufenden Frist von 3 Jahren – jedenfalls binnen der laufenden Frist von 10 Jahren – geltend gemacht werden.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V..

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Gerade bei Anteilen an sog. „offenen“ Immobilienfonds gilt es die kenntnisunabhängige, stichtagsgenau zu berechnende Verjährungsfrist von 3 Jahren unbedingt zu beachten. So beginnt die Verjährung für Schadensersatzansprüche aus fahrlässiger Wertpapieranlagefalschberatung zu offenen Immobilienfonds bereits zum Zeitpunkt der Beratung und endet 3 Jahre taggenau später“.

Doch auch Anleger, die in geschlossene Fonds (Immobilien-, Medien-, Schiffs-, Flugzeug- oder andere Fonds) investiert haben, müssen unbedingt verjährungsrechtliche Gesichtspunkte beachten, wenn sie klageweise wegen Anlagefalschberatung gegen die agierende Beratungsgesellschaft / Bank vorgehen wollen.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Grundsätzlich gilt gemäß Gesetz die dreijährige Verjährungsfrist, die ab Kenntnis oder einem „Kennen müssen“ des Erwerbers von den anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schädigers zu laufen beginnt. Auch wenn der Vermittler oder die Bank die Darlegungs- und Beweislast trägt, kann bereits wegen dieser Dreijahresfrist im Einzelfall zeitnahes Handeln erforderlich sein“.

So wird in den laufenden Rechtsstreitigkeiten von der Gegenseite nicht selten der Einwand erhoben, bereits mit Ausbleiben der Ausschüttungen seit der Anleger um die ihm zuteil gewordene Anlagefalschberatung informiert gewesen, weshalb es in jedem Fall anzuraten ist, die individuelle Verjährungsfrist fachkundig prüfen und bewerten zu lassen.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt Betroffenen daher unbedingt zeitnah verjährungshemmende Maßnahmen, z.B. ein Klage- oder Güteverfahren prüfen zu lassen, damit mögliche Ersatzansprüche nicht an der Verjährung scheitern.

Hierbei lässt der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung zuteil.

Für weitere Fragen wenden Sie sich an den Schutzverein unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an unter Tel. 08 51 / 988 4011.

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