Anleger werden von der ALAG Auto-Mobil GmbH & Co. KG zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert!

Wenig Grund zur Freude dürften derzeit die Anleger der ALAG Automobil GmbH & Co. KG haben. Diese werden unter Fristsetzung zum 08.02.2010 aufgefordert, nicht nur erhaltene Ausschüttungen an die Gesellschaft zurückzuzahlen; die ALAG Automobil GmbH & Co. KG fordert zudem Anleger der Vertragsvariante „Sprint“ auf, die monatlich vereinbarte Ratenzahlung weiter zu leisten.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät Anlegern dringendst an, der Zahlungsaufforderung nicht ungeprüft nachzukommen, sondern gegebenenfalls durch einen auf das Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen, ob die Forderung überhaupt begründet ist.

 

„Die Beratung zu einer atypisch stillen Beteiligung muss nach der Rechtssprechung besonders differenziert und fundiert sein, andernfalls der Anleger über die aus dieser Form der Beteiligung immanenten Risiken nicht richtig informiert ist“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welche in diesem Zusammenhang auch auf eine aktuelle Entscheidung des OLG Dresden vom 30.10.2009 hinweist.

 

Das OLG Dresden hat nach umfassender Beweisaufnahme die dort beklagte Gesellschaft unter anderem zur Rückzahlung der bislang geleisteten Zahlungen aus dem geschlossenen atypisch stillen Beteiligungsvertrag verurteilt, weil sich die Gesellschaft die der dortigen Vermittlerin vorzuwerfende Aufklärungspflichtverletzung entgegenhalten lassen muss, habe eine Risikoaufklärung nicht stattgefunden und sei auch das Emissionsprospekt vor Kauf nicht übergeben worden.

 

Ohne Prospektangabe kann der Anleger allerdings das auf ihn zukommende Totalverlustrisiko nicht erkennen, wird in den seltensten Fällen mündlich auf diese Gefahr hingewiesen.

 

„Somit könnte dem Rückforderungsbegehren ein Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter Anlageberatung entgegengehalten werden, wenn der Anleger nicht über wesentliche Umstände des Erwerbs seiner atypisch stillen Beteiligung aufgeklärt wurde“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e. V. weiter.

 

Weitere Informationen erhalten Sie vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.!

Zurück

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
Ihr Vorteile einer Mitgliedschaft