Asset Trust AG - Anleger sollten handeln!

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Asset Trust AG (Amtsgericht Regensburg – Insolvenzgericht –: 2 IN 196/13) steht das Scheitern des dortigen Geschäftsmodells fest.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Das Geschäftsmodell der Asset Trust AG bestand darin, Gelder von Anlegern durch Ankauf und vorzeitiger Kündigung bzw. Auflösung von Vermögensanlagen, wie zum Beispiel Lebensversicherungen, Rentenversicherungen und ähnlichen Produkten einzuwerben. Den Anlegern wurde der Erlös aus der jeweils gekündigten oder aufgelösten Kapitalanlage als Kaufpreis gutgeschrieben. Gleichzeitig wurde die Zahlung des Kaufpreises durch Vereinbarung mit dem jeweiligen Anleger gestundet und, je nach Laufzeit der Stundung, mit einer attraktiven Verzinsung versehen. Zur Absicherung der Anleger sollten über einen Treuhänder werthaltige Grundschulden bestellt werden. Dieses Produkt wurde unter der Bezeichnung „Vario Trust“ vertrieben“.

Die Insolvenzreife der Insolvenzschuldnerin hängt unmittelbar mit dem Zusammenbruch der S & K Gruppe zusammen. Die S & K Gruppe ist ein Firmenkonklomarat, das unter Führung der Herren Schäfer und Köhler Anlagegeschäfte mit Privatkunden betrieben hat. Im Februar 2013 hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt bei der S & K Gruppe eine Razzia mit Hausdurchsuchung bei den Gesellschaftern der S & K Gruppe durchgeführt und die Firmengründer Stefan Schäfer und Jonas Köhler festgenommen.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern eine grundsätzliche Beratung möglicher Ersatzansprüche durch einen auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierten Rechtsanwalts.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Betroffene Anleger haben sich auch im Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rückgemeldet, dort mitunter erhebliche Summen in die Asset Trust AG geflossen sind. Geprüft werden insbesondere Schadensersatzansprüche gegen die agierenden Anlageberater / Anlagevermittler, welche mitunter ohne etwaige mündliche Risikohinweise die Beteiligung als enormes Renditeobjekt verkauft hatten. Anlageberater wie auch Anlagevermittler wären indes verpflichtet gewesen, ihre Anleger wahrheitsgemäß um die tatsächlich aus dem Geschäftsmodell resultierenden Risiken mündlich aufzuklären, es schlussendlich zur Asset Trust AG keinerlei schriftliche Produktinformationen gegeben hatte. So existiert insbesondere kein Emissionsprospekt, aus welchem möglicherweise die Anleger die Risiken aus diesem Geschäftsmodell hätten herauslesen können“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an.

Für Informationen hierzu schreiben Sie uns unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an unter Tel. 08 51 / 988 4011.

Zurück

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
Ihr Vorteile einer Mitgliedschaft