BAC Life Trust - Auf die Urteilsgründe kommt es an

Zahlreiche Anleger der „Life Trust Fonds“ wurden jüngst von der BAC um einen Hinweisbeschluss des Kammergerichts Berlin informiert, dort das Kammergericht das klageabweisende Endurteil des LG Berlin um mögliche Prospektfehler in Sachen „Life Trust“ bestätigt hatte.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat demzufolge die dem Hinweisbeschluss des Kammergerichts Berlin zugrundeliegende Entscheidung des LG Berlin vom 18.01.2012 angefordert.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weist daher auf folgendes hin:

„Es ist richtig, dass das LG Berlin die dort geltend gemachten Schadensersatzansprüche gegen die dort beklagte Anbieterin und Initiatorin der Fondsgesellschaft abgewiesen hatte, allerdings nicht, weil es keine Prospektfehler feststellen konnte. Dies ist der entscheidende Unterschied. Nach Auffassung des LG Berlin wurden die dort geltend gemachten Prospekthaftungsansprüche im weiteren Sinne zwar binnen unverjährter Frist geltend gemacht, das LG Berlin indes für eine Haftung der Initiatorin kein „besonderes persönliches Vertrauen“ durch den Vortrag der dortigen Klägerin entnehmen konnte. Auch eine Haftung der Initiatorin als sogenannte „Gründungsgesellschafterin“ war zumindest nach dortiger Rechtsauffassung nicht dargetan. Mit den tatsächlich im Verfahren dargetanen Prospektfehler hat sich das LG Berlin in keinster Weise beschäftigt, was von der BAC per Rundbrief zu den Life Trust Fonds nicht richtig dargestellt ist“.

Lebensversicherungsfondsbeteiligungen wurden in der Vergangenheit zumeist als „sichere Kapitalanlage“ potentiellen Anlageinteressenten zur Zeichnung angedient. Die Problematik zu den „Life Trust Fonds“ liegt darin, dass die Gesellschafterversammlung der Fondsgesellschaft bereits am 20.05.2008 beschlossen hatte, dass die Fondsgesellschaft ihr Vermögen zusammen mit gleichartigen Gesellschaften in einem „Asset-Pool“ bündelt. Das Gesellschaftsvermögen wurde sodann gegen Anteile an einer US-Gesellschaft in der Rechtsform einer LLLP eingetauscht. Die Kreditlinie dieser Gesellschaft wurde sodann nicht verlängert. Zwischenzeitlich bemüht sich das Management der „Life Trust“ um eine Refinanzierung der Darlehen bzw. um Investoren, die neues Eigenkapital zuführen.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Ungeachtet der Problematik eines fehlerhaften Prospektinhalts ist jeder Anlageberater verpflichtet, seine Kunden anleger- und auch anlagegerecht zu beraten, ohne Darstellung der einer Fondsbeteiligung immer immanenten Gefahren – also auch um das tatsächlich bestehende Kapitaltotalverlustrisiko, welches zudem nach Auffassung des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. auch unzureichend im Prospekt beschrieben ist – kein Anleger eine sachgerechte Investitionsentscheidung treffen kann“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die Verantwortlichen.

Für weitere Rückfragen wenden Sie sich einfach an den Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter www.schutzverein.org oder senden Sie eine Mail unter info@schutzverein.org.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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