BaFin ordnet Abwicklung der Sunrise Energy GmbH an

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der Sunrise Energy GmbH, Berlin, mit Bescheid vom 22.06.2015 die unverzügliche Abwicklung der unerlaubt betriebenen Bankgeschäfte aufgetragen. Ein Antrag des Finanzdienstleisters blieb ohne Erfolg.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter Bezugnahme auf aktuelle Veröffentlichungen.

Die Sunrise Energy GmbH bot unter ihrer ehemaligen Firma Sofortrente GmbH an, bestehende Forderungen aus Lebensversicherungs- und Bausparverträgen sowie aus Festgeldvereinbarungen zu kaufen und versprach, Geldzahlungen aus mehreren Jahren zu leisten. Mit dem Einzug der Geldforderungen aus den Versicherungs- und Bausparverträgen / Festgeldvereinbarungen betreibt die Sunrise Energy GmbH das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin. Das Unternehmen ist verpflichtet die angenommenen Gelder unverzüglich und vollständig an die Kapitalgeber zurückzuzahlen.

Frau Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme:

„Die Rückzahlung der angenommenen Gelder an die Kapitalgeber ist mit der Abwicklungsanordnung verbunden. Sollte es dennoch bei der Auszahlung zu Schwierigkeiten kommen, muss der Rückzahlungsanspruch gegenüber der Gesellschaft gegebenenfalls in einer gerichtlichen Auseinandersetzung geklärt und dort die Rückabwicklung eingefordert werden“.

Daneben können auch Ansprüche gegen die agierenden Anlageberater bestehen, nicht selten die Begrifflichkeit eines „Nachrangdarlehens“ fehlerhaft bzw. unzureichend erläutert wurde.

Bettina Wittmann erklärt in ihrer Stellungnahme weiter:

„Aus den hier bislang geprüften Sachverhaltsangaben hat sich mitunter auch ergeben, dass nicht wenige Anlageberater ihren Kunden gegenüber die unternehmerischen Risiken eines Nachrangdarlehens gänzlich verschwiegen bzw. verharmlost haben. Die ordnungsgemäße Aufklärung über die einem Kapitalanlagenprodukt systemimmanenten Risiken gehört allerdings zu einer ordnungsgemäßen Anlageberatung. Wenn der Anleger diese Falschberatung beweisen kann, bestehen auch Schadensersatzansprüche gegen die agierenden Berater“.

Weitere Rückfragen hierzu unter info@schutzverein.org.

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