Baxter Sachwert GmbH & Co. KG - Verjährung droht

Nachdem schon mit Beschluss vom 26.01.2016 über das Vermögen der Baxter Sachwert GmbH & Co. KG das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet worden war, sehen sich betroffene Anleger spätestens mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit einem Totalverlust ihrer Darlehenseinlage konfrontiert.

Die Baxter GmbH & Co. KG hatte zwei Anlegermodelle angeboten, und zwar den Darlehensvertragsabschluss entweder mit einer Einmalzahlung oder mit einer ratenweise Zahlung, wobei sich die Darlehen auf eine Größenordnung zwischen EUR 5.000,00 bis EUR 10.000,00 bei einer fünfjährigen Laufzeit belaufen hatten.

Bettina Wittmann, zweiter Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht erklärt:

„Nicht selten wurden nach unserer Erfahrung die Darlehensverträge von den agierenden Anlageberatern als „mündelsicher“ zur Zeichnung angeboten, in aller Regel diese Investments tatsächlich als sicher erklärt worden sind. Die Sicherheit sollte sich durch eine Besicherung der von den Anlegern als Darlehensgeber gewährten Darlehen über eine erstrangige Grundschuld durch die Baxter KG ergeben. Als weiterer Sicherheitsfaktor wurden diverse Versicherungsverträge benannt, welche dazu führen sollten, dass dieses Investment nach Meinung diverser Anlageberater tatsächlich kapitalgeschützt sei“.

Tatsächlich gab es die hoch angepriesenen Versicherungsverträge, nicht allen voran die Ausfallversicherung bei der Baxter Insurance Inc. niemals abgeschlossen war, die Insolvenzschuldnerin tatsächlich nur Eigentümerin von zwei Grundstücken in Plattenburg und Gersfeld war.

„Ein Anlageberater ist verpflichtet, die Schlüssigkeit des von ihm empfohlenen Anlagemodells zu prüfen. Insoweit sind mögliche Anpreisungen eines Darlehensvertrages als „mündelsicher“ grob falsch, ein Anlageberater selbst bei vermeintlichen Sicherheiten der Anlageberater darauf hinweisen muss, dass er die Schlüssigkeit des von ihm empfohlenen Investments nicht geprüft hat, insbesondere wenn der Berater tatsächlich keinerlei Kenntnisse darüber hat, ob es die auch im Darlehensvertrag benannte Ausfallversicherung überhaupt gibt“, so der Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. weiter.

Betroffene Anleger haben indes nur noch wenige Wochen Zeit, fachkundig Schadensersatzansprüche gegen den agierenden Anlageberater prüfen zu lassen. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Jahr 2016 war jedem Anleger „klar“, dass es die angeblich bestehende „Mündelsicherheit“ des Investments nicht gibt, sondern sich mit Insolvenzantragstellung sich tatsächlich der Totalverlust des Investments ergeben hat.

Damit können mögliche Schadensersatzansprüche zum Jahresende 2019 verjähren.

Wenn Sie Fragen zu diesem Investment haben, sprechen Sie uns an unter info@schutzverein.org.

Zurück

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
Ihr Vorteile einer Mitgliedschaft