Firmenwelten AG - Finanztest deckt kriminelles System auf

Berichten zufolge befragt die Kriminalpolizei Augsburg seit August 2017 Geschädigte der von Herrn Rainer von Holst initiierten Gesellschaften, die zur „Firmenwelten-Gruppe“ aus Bielefeld gehören. Hauptfirma der Gruppe war die Firmenwelten AG, die ihrerseits rund 200 Unternehmen umfasste.

Die Stiftung Warentest berichtet in ihrer Online-Ausgabe vom 12.02.2018 um ein einzigartiges kriminelles System, welches von Herrn Rainer von Holst, derzeit ansässig in den USA, betrieben wurde und mit welchem er gemeinsam mit seinen Angehörigen zig tausende Anleger abgezockt hatte.

Rechtsanwältin Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. und Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht erklärt:

„In unserer Praxis wurden Geschädigte der „Firmenwelten-Gruppe“ bekannt, welche auf Empfehlung desselben Anlageberaters der zwischenzeitlich ebenfalls insolventen EN-Storage GmbH Geld per Kauf- und Überlassungsvertrag begeben hatten. Den dortigen Darstellungen nach wurde ihnen immer eine sichere Geldanlage versprochen, nicht selten Anleger bereits aus vorherigen Geschäften Verluste erlitten hatten. Von den agierenden Beratern sind diese quasi im Zuge der Schadenswiedergutmachung zur Investition in die diversen Unternehmungen der zur Firmenwelten-Gruppe gehörenden Firmen überredet worden“.

Tatsächlich gingen Presseberichten zufolge im April 2017 als erstes die Firmenwelten AG Pleite, einige Monate darauf die „Wurstwelten GmbH“ eröffnete. Die Geschäfte konnten nicht mehr rückabgewickelt werden, da diese Firma bereits vermögenslos war und mangels Masse vom Amtsgericht Duisburg aufgelöst wurde.

Dem Bericht der Finanztest zufolge wurde der „Bund der Sparer“ wegen dubioser Empfehlungen, der Onlinedienst Gerlachreport wegen krimineller Machenschaften sowie weitere bekanntgewordene Firmen der Firmenwelten-Gruppe auf die „Warnliste Geldanlagen“ gesetzt.

Betroffenen Anlegern wird daher grundsätzlich angeraten, sich fachkundig zur Geltendmachung möglicher Schadensersatzansprüche, zum Beispiel gegen die agierenden Anlageberater / Anlageberatungsgesellschaften, beraten zu lassen. Nicht selten wurden die bestehenden Risiken systematisch von den agierenden Beratern verharmlost bzw. verschleiert, was grundsätzlich auch eine Pflichtverletzung darstellen kann.

Weitere Informationen unter info@schutzverein.org.

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