Haben deutsche Banken die Anleger nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman-Brothers ins offene Messer laufen lassen?

Nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman-Brothers drohen deutschen Banken massive Regressforderungen von Anlegern, die mit Lehman-Zertifikaten ihr Geld verloren haben. Es steht der Vorwurf im Raum, deutsche Banken wie die CityBank, die Dresdner Bank AG, einige Privatbanken, aber auch Sparkassen hätten ihre Anleger ins Messer laufen lassen, obwohl die angespannte finanzielle Situation des amerikanischen Bankhauses längst bekannt gewesen sei. Die Dresdner Bank wies die Vorwürfe bereits zurück.


Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. stellte bereits Strafantrag gegen die Verantwortlichen der staatlichen Förderbank KfW, unter anderem wegen des Verdachts der Untreue zu Lasten der KfW gemäß § 266 StGB. Es steht der Vorwurf im Raum, dass am Freitag, 12.09.2008 zwar die Verantwortlichen der KfW über die Entwicklung von Lehman und die anstehende Zahlung beraten hätten, und zwar unter Zugrundelegung der aktuellen Medienberichte, wonach die drohende Insolvenz der amerikanischen Investmentbank schon thematisiert wurde, die Überweisung dennoch ausführen ließen.


Die sich über das Wochenende zuspitzende Lage von Lehman sowie die Berichte in der Nacht von Sonntag auf Montag über deren Insolvenz hatten die Verantwortlichen in der KfW offenbar nicht bewogen, die Überweisung noch zu stoppen, welche tatsächlich am Montag, 15.09.2008 um 08:37 über rd. EURO 350 Mio. durchgeführt wurde.

Ungeachtet, dass diese Transaktion der KfW-Bank die Bezeichnung durch die BILD-Zeitung als „Deutschlands dümmste Bank“ einbrachte, steht ein immenser Schaden fest. Vermutlich ist das Geld mindestens zur Hälfte verloren. Der genaue Betrag hängt von der Konkursquote von Lehman ab.


Sollte sich der aufgeworfene Verdacht bestätigen, wonach deutsche Banken bereits vor dem Insolvenzantrag von Lehman-Brothers Kenntnis von den katastrophalen Quartalszahlen gehabt hatten, diese trotzdem ihren Kunden Lehman-Zertifikate verkauften, könnten sich Schadensersatzansprüche gegen die beratende Bank unter anderem wegen völlig unzureichender Aufklärung ergeben, zumal viele Käufer von Lehman-Zertifikaten von ihren Hausbanken nicht nur mangelhaft beraten, sondern häufig mit der Aussicht auf lukrative Rendite (bis zu 9%) gelockt wurden. Mündlich wurde den Käufern der Zertifikate kein Hinweis erteilt, wonach es sich um eine hochspekulative, also risikoreiche Geldanlage handle.


So formieren sich derzeit nach aktueller Berichterstattung Anleger, die über die City-Bank Lehman-Zertifikate erworben haben, um gemeinsam ihre Schadensersatzansprüche durchzusetzen.


Zwar gilt Lehmann-Brothers als relativ kleiner Spieler auf dem Zertifikate-Markt für Investoren in Deutschland. Dennoch könnte Anlegern, die Lehmann-Papiere halten, unter Umständen der Totalverlust drohen.


Für den Fall der gerichtlichen Geltendmachung ist es erforderlich, der Bank konkret einen Fehler bei der Beratung nachzuweisen, was oftmals dann schwierig ist, wenn ein Anleger ohne Zeugen beim Beratungsgespräch mit seinem Banker war. Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. beabsichtigt die Gründung einer Interessensgemeinschaft der geschädigten Anleger. Über unsere Vertrauensanwälte können wir geschädigten Anlegern Wege zeigen, wie der drohende Totalverlust in Grenzen gehalten werden kann.


Demgemäss können sich Anleger von Lehmann-Brothers-Zertifikaten mit dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter folgender Adresse in Verbindung setzen.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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