Kehren die Immobilien-Abzocker zurück?

Die weltweite Finanzkrise hat das Vertrauen der Anleger nachhaltig erschüttert. Statt in spekulative Wertpapiere investieren heute viele Anleger lieber in Eigentumswohnungen, die ihnen von findigen Baufirmen aus Renditegesichtspunkten zum – oftmals fremdfinanzierten – Kauf angeboten werden.

 

„Wir wollen nicht hoffen, dass die Welle geprellter Anleger bei Erwerb „lukrativer“ Eigentumswohnungen wieder zurückkommt“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. Schon in den 90er Jahren wurden Anleger durch völlig überteuerte Eigentumswohnungen – vornehmlich in den neuen Bundesländern zwecks „Steuerersparnis“ – von dubiosen Bauträgerfirmen über den Tisch gezogen, waren die Anleger häufig Geringverdiener, die sich eine entsprechende fremdfinanzierte Kapitalanlage aus persönlichen Gründen nicht leisten konnten.

 

Zwar sollten in der Regel Anleger ein Darlehen zum Kauf einer Eigentumswohnung nur bis zu 80% des reinen Kaufpreises aufnehmen. „Von weiteren Kosten wie Grunderwerbssteuer, Maklerhonorar und Notargebühren waren die wenigsten Anleger in Kenntnis gesetzt, mussten sie diese Kosten aus eigener Tasche finanzieren, was für viele schon finanziell nicht tragbar war“, so Bettina Wittmann weiter.

 

Eine Eigentumswohnung kann natürlich eine gute Anlage sein, aber nur dann, wenn der Kaufpreis stimmt, die Mieteinnahmen langfristig erzielbar sind und sich die Finanzierung für den individuellen Anleger auch „rechnet“.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät demgemäß, sich vor Abgabe eines notariellen Kaufangebotes mit einhergehender Fremdfinanzierung sich fachmännisch umfassend beraten zu lassen. Hierzu gehört vor allem eine Überprüfung des Verhältnisses von Miete zu Kaufpreis. Die Jahresnettokaltmiete sollte mindestens 4 – 5% des Kaufpreises, bei alten Objekten mindestens 6% betragen. Man sollte zudem auch die Lage des Objekts prüfen lassen, sich in diesem Zusammenhang insbesondere die Frage stellen, ob der Standort überhaupt eine Nachfrage nach einem Wohnungsmarkt eröffnet.

 

Eine fachmännische Beratung hilft oftmals den sich womöglich ergebenden Schuldenberg zu vermeiden.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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