Kein Vertrauen mehr in Bankberater!

Das Verhältnis zwischen Kunde und Bank scheint gestört zu sein. Laut einer Forsa-Umfrage geben 53% der Befragten an, schon einmal die Entscheidung für eine Geldanlage bereut zu haben, sich zudem 43% bei Finanzfragen oft überfordert fühlen.

 

„Das Ergebnis dieser Umfrage ist für Bankinstitute ebenso wie für Bankberater verherrend“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welche aktuell über einen besonders krassen Fall einer Falschberatung durch ein Kreditinstitut:

 

Ein Anleger erkundigte sich bei einer Raiffeisenbank in Bayern nach einer sicheren Anlage, weshalb ihm am 04.09.2008, also 11 Tage vor Bekanntgabe der Insolvenz der US-Amerikanischen Investmentbank Lehman, sogenannte „Cobold-Anleihen“ von seiner Bankberaterin zum Kauf angeboten wurden, und zwar unter Negierung jeglicher Risiken.

 

Bei den „Cobolden“ der DZ-Bank handelt es sich um sogenannte „Credit Linkit Notes“, also um Papiere, deren Erwerber für die emittierende Bank Kreditrisiken übernimmt. Diese Titel wurden zu Konditionen in den Markt gedrückt, die nicht oder allenfalls unwesentlich über den seinerzeitigen Konditionen für risikolose, festverzinsliche Wertpapiere lagen. Das Risiko dieses Produkts liegt in erster Linie in der Bonität der zugrundeliegenden Referenzunternehmen, d.h. bei Insolvenz eines dieser US-Amerikanischen Kreditinstitute – unter ihnen eben auch Lehman-Brothers – tritt das sog. Kreditereignis ein und der Anleger erleidet einen Totalverlust.

 

Erschreckt um die damalige Berichterstattung kurz vor Insolvenzantragstellung der Lehman-Brothers-Bank in Amerika forderte der Anleger eine Stellungnahme von der handelnden Bankmitarbeiterin bei der zuständigen Raiffeisenbank an, welche tatsächlich noch am 12.09.2008 (!) in einer Mail darstellen lässt, eine Insolvenz der US-Amerikanischen Investmentbank Lehman käme niemals in Betracht. Die derzeit außergerichtlich geltend gemachte Schadensersatzforderung lässt die Bank im Übrigen vollumfänglich zurückweisen.

 

„Es mag sich hier zwar um einen Einzelfall in der Beratungspraxis von Bankinstituten handeln; wenn es allerdings der Branche nicht gelingt, mehr Vertrauen bei den Kunden aufzubauen, kann das ohnehin schon gestörte Verhältnis zwischen Bank und Kunden nicht wiederhergestellt werden, zumal derart krasse Fehlberatungen ohne jegliches Unrechtsbewusstsein der Bank mitnichten dazu verhelfen, dieses gestörte Vertrauen wiederherzustellen“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., deren Vertrauensanwälte nunmehr nach Ablehnung sämtlicher Schadensersatzforderungen des betroffenen Anlegers eine klageweise Geltendmachung der Schadensersatzansprüche vorbereiten.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät allen geschädigten Anlegern an zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gerade bei Erwerb von Zertifikaten im Jahr 2008 prüfen zu lassen. Eine kostenlose Erstbewertung wird vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. ermöglicht. Sie können sich hierzu einen Fragebogen für geschädigte Lehman-Anleger unter www.schutzverein.org herunterladen oder diesen telefonisch direkt vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter 0851-988 4013 anfordern.

 

Diese Erstbewertung dient den mit dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. kooperierenden Vertrauensanwälten zu einer ersten rechtlichen Einschätzung, inwieweit hier tatsächlich Schadensersatzansprüche gegen das betroffene Kreditinstitut gegeben sind. Diese Erstbewertung erfolgt individuell, d.h. auf den individuellen Schadensfall bezogen, was auch und gerade im Hinblick auf mögliche Schadensersatzansprüche gegen ein verantwortliches Kreditinstitut unerlässlich ist.

 

„Die Frage der anlage- bzw. anlegergerechten Beratung hat immer individuell und auf den konkreten Einzelfall bezogen zu erfolgen, können ansonsten etwa die Kriterien um die anlegergerechte Beratung nicht herausgearbeitet werden“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. Gerade eine Entscheidung des Amtsgerichts Leipzig vom 10.11.2008 hat gezeigt, dass eine individuelle Sachverhaltsbearbeitung unter Darlegung der konkreten Anlageziele des Anlegers unerlässlich erscheint.

 

Direkter Link zum Anmeldeformular für den Fragebogen finden Sie auf www.schutzverein.org.

Zurück

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
Ihr Vorteile einer Mitgliedschaft