Klageverfahren in den USA in Sachen Lehman-Brothers-Zertifikate - Lohnt sich das?

Bankkunden, die sich statt zu einer sicheren Festgeldanlage zum Kauf von Lehman-Zertifikaten von ihrem Bankberater überreden ließen, müssen ihrer Bank die Falschberatung nachweisen, wenn sie Schadensersatz erhalten wollen. Doch besteht auch für Anleger die Möglichkeit, sich am Klageverfahren in den USA zu beteiligen? So wurde für Lehman-Brothers Common Shares gegen das in den USA ansässige Lehman-Brothers Haus bereits vor Monaten in Amerika Klage eingereicht.

„In Sachen Lehman-Brothers kann man deutschen Anlegern nur empfehlen, sich an USA-Klageverfahren zu beteiligen, soweit diese über eine US-Stock-Exchange/Boerse (NYSE, NASDAQ, etc.) gezeichnet haben, so Bettina Wittmann, Vorstand der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter Berufung auf die mit dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden kooperierende Senator Consulting Group. Dies betrifft allerdings nur Anleger mit erheblichen Anlagevolumen, die dringend anwaltlichen Rat suchen sollten, haben sie in „Lehman-Brothers preferred Serie J“ mit hohem Anlagevolumen investiert. Dies dürfte indes nicht den Großteil der geschädigten Lehman-Brothers-Käufern betreffen.


Demgemäss haben deutsche Zertifikate-Besitzer nur eine Möglichkeit, ihr Geld zurück zu bekommen: Sie müssen gegen die Bank klagen, die ihnen die Zertifikate verkauft hatte. „Grundsätzlich trägt der Kunde die Beweislast dafür, dass er von seinem Bankberater falsch beraten wurde. Damit ist der Nachweis der Falschberatung äußerst schwierig zu führen“, so Bettina Wittmann weiter.


Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. berichtet von zahlreichen Anlegern, denen ihre Bankberater hochriskante Zertifikate der US-Bank als „Altersvorsorge“ zum Kauf empfohlen hatten und deren Geld mit Lehman-Zertifikaten nunmehr höchstwahrscheinlich verloren ist.


„Nach unseren bisherigen Recherchen wurden die Kunden über das Risiko des Totalverlusts nicht informiert“, so die Sprecherin des Schutzvereins der Bankkunden e.V. weiter. Dieser berichtet von einem 67-jährigen Anlegerin, die in ihrem Anlageprofil mit niedriger Risikobereitschaft geführt wurde, deren Geld der Bankmitarbeiter aber aus einer konservativen Lebensversicherung in Lehman-Zertifikate umschichtete, ohne dass die Kundin hiervon wusste.


Die Anlegerin bangt um ihr Gespartes. Die mit dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. kooperierenden, auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierten Anwälte prüfen derzeit die klageweise Geltendmachung der Schadensersatzansprüche.

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