Landgericht München I spricht geschädigtem Anleger Schadensersatz bei Verlusten aus Medienfonds zu!

Zu Schadensersatz wegen Falschberatung zum Medienfonds VIP 3 wurde die Dresdner Bank AG vom Landgericht München I mit Urteil vom 12.02.2008 verurteilt.

 

Der dortige Kläger gab im Termin zur mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht München I an, ihm sei immer an der Sicherheit dieser Anlage gelegen, was nach Auffassung des Landgerichts schon deshalb plausibel war, weil dieser zur Finanzierung seiner Beteiligung ein Darlehen bei der Dresdner Bank AG in Höhe von EURO 80.000,00 aufgenommen hatte und eine solche Kreditaufnahme auch für einen Bankkaufmann wie den Kläger nur dann in Betracht kommt, wenn er subjektiv davon überzeugt ist, dass die Anlage so viel Sicherheit bot, dass er jedenfalls das Darlehen aus dem erzielten Erlös würde zurückzahlen können.

 

Die Darstellung der den Medienfonds-Anteil vermittelnden Dresdner Bank AG um die angebliche 100%ige Sicherheit der Anlage durch eine garantierte Zahlung an den Kläger direkt war falsch, verneinte der dort als Zeuge vernommene Mitarbeiter der Dresdner Bank AG sogar, im Beratungsgespräch mit dem Kläger über ein Totalverlustrisiko überhaupt gesprochen zu haben. Dies glaubte ihm das Gericht nicht.

 

Da das Landgericht München I die Darlegungen des Bankmitarbeiters um eine garantierte Auszahlung an den Kläger als erwiesen betrachtete, verurteilte es die Dresdner Bank AG wegen dieses Beratungsfehlers, welcher für den Kläger für dessen Anlageentscheidung auch kausal war, zu Schadensersatz.

 

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weist darüber hinaus darauf hin, dass auch im Falle der Cinerenta-Fonds bereits Urteile des Oberlandesgericht München ergangen sind. Bei diesen Fonds ist seitens der jeweiligen Anleger erfolgreich geltend gemacht worden, dass statt der im Prospekt genannten 7% (plus 5%iges Agio) Vertriebsprovisionen in Höhe von 20% geflossen sind.

 

„Gerade wegen den aktuellen Entscheidungen des BGH um die Widerrufsbelehrung bei Fremdfinanzierung einer Beteiligung lohnt es sich fachkundige anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, hat der BGH in seinen neuesten Entscheidungen die Rechte des Anlegers gestärkt“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. Sie verweist auch auf den „kick-back“-Beschluss des BGH aus dem Januar 2009, welcher auch für Medienfonds Anwendung findet.

 

Fast immer haben die Banken Rückvergütungen erhalten und nur in wenigen Fällen ist darüber aufgeklärt worden. Wichtig ist auch, dass die aus dieser Aufklärungspflichtverletzung resultierenden Schadensersatzansprüche in der Regel noch nicht verjährt sind.

 

Eine erfolgreiche Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen ist damit in greifbare Nähe gerückt.

 

Weitere Informationen erhalten Sie vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.!

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