Lehman-Brothers-Zertifikate -- Möglichkeit einer Sammelklage bei Übergabe eines Verkaufsprospekts

Für geschädigte Zertifikat-Anleger von Lehman-Brohters gibt es mehrere Gründe, sich über die Teilnahme an einer Sammelklage Gedanken zu machen, wenn sie ihr Zertifikat „aus einem Prospekt“ heraus erworben haben.


So stellt sich natürlich für die geschädigten Zertifikat-Anleger die Frage, wie sie sich verhalten sollen, wenn das Risiko des Totalverlusts besteht. Nachdem die BaFin für Lehman-Brohters Bankhaus AG den Entschädigungsfall zwar festgestellt hat, es für Zertifikate keine Einlagensicherung gibt, stellt sich jeder Anleger zunächst einmal die Frage, inwieweit er im Hinblick auf den erlittenen Totalverlust haftungsrechtlich gegen seine Hausbank vorgehen kann. Nachdem von der insolventen Lehman-Investmentbank kaum noch etwas zu holen sein dürfte, sind die Banken und Sparkassen, die viele tausend Zertifikate bundesweit vermittelten, jetzt Anlaufstelle Nummer 1 für Schadensersatzforderungen.


„Im Zivilprozess gilt der Grundsatz, dass ein Kläger die für ihn günstigen Tatsachen auch beweisen muss“, so Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins der Bankkunden e.V. „Zwar schätzen unsere Vertrauensanwälte die Rechtssprechung als tendenziell verbraucherfreundlich ein, dennoch sollte sich jeder Geschädigte gerade bei geringeren Beträgen überlegen, ob eine Klage wirklich lohnt oder ob man nicht durch die Klage erneut finanzielle Risiken eingeht“.


Bei falschen Informationen in einem Verkaufsprospekt besteht jedoch die Möglichkeit einer Sammelklage, d.h., mehrere Kläger können das gleiche Kreditinstitut verklagen, wenn ihnen Zertifikate der Lehman-Brohters aufgrund falscher Prospektangaben verkauft wurden.


„Wir wissen um einen Verkaufsprospekt, der von einer Sparkasse aufgelegt wurde, welcher im Gesamteindruck völlig unzureichend über die Risiken hinweist, zudem auch auf englisch verfasst ist“, so Bettina Wittmann weiter. Die Teilnahme an einer Klägergemeinschaft auf Aktivseite kann für den individuellen Anleger kostenrechtlich sehr günstig ausfallen, verteilen sich doch die Prozessrisiken quotal auf die einzelnen Anleger, die an dieser Klage beteiligt sind.


Gerade wenn viele Anleger sich zu einer Gemeinschaft zusammenschließen, lassen sich aus diesem Kreis heraus zahlreiche nützliche Informationen sammeln. Anlaufstelle hierfür ist der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welcher nach Informationsbeschaffung durch auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierte Rechtsanwälte die individuellen Fälle juristisch prüft.

Von den Vertrauensanwälten des Schutzvereins der Bankkunden e.V. werden derzeit auch erste Klagen wegen Beraterhaftung vorbereitet und bei den zuständigen Landgerichten eingereicht – gute Argumente, sich dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. anzuschließen.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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