Lehman-Zertifikate - Rechtliche Grundsätze bei Rechtsberatung anhand eines Prospekts!

Durch die Lehman-Pleite in den USA haben zigtausende deutsche Anleger ihr Geld verloren, weil sie ihre Ersparnisse in vermeintlich sichere Zertifikate angelegt hatten. Da diese Wertpapiere häufig von Bankberatern als sicheres Investment empfohlen wurden, erwägen tausende Anleger die klageweise Geltendmachung ihrer Schadensersatzansprüche.


Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. berichtet von einem aus dem Raum Coburg stammenden Anleger, welcher unter Verweis auf prospektierte 1a rating noch im März 2008 sich von seiner Hausbank überzeugen ließ, Lehman-Brothers Zertifikate zu zeichnen.


„Obwohl der Anleger Zweifel an seiner Investition äußerte, wurde er von seinem Banker unter Verweis auf das „top-ranking“ beruhigt; der Bankmitarbeiter habe ihm erklärt, sein Geld sei absolut sicher. Mit Lehman könne überhaupt nichts passieren, da müsse schon der gesamte Finanzmarkt zusammenbrechen“, wie Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. mitteilt.


In diesem Einzelfall wurde dem Anleger ein Emissionsprospekt zur Untermauerung der mündlichen Beratungsgespräche übergeben. Dies könnte der die Lehman-Zertifikate verkaufenden Bank nunmehr zum Verhängnis werden. In einem von einem Mitglied des Schutzvereins der Bankkunden e.V. zur Verfügung gestellten Bericht der Helaba-Volkswirtschaft/Research vom 21.03.2007 wurde auf die Gefahr der „Ansteckung“ größerer Kreditinstitute hingewiesen.


Hiernach hätten große Geschäfts- und Investmentbanken den im Subprime-Segment tätigen Spezialinstituten vielfach Kreditlinien eingeräumt, weshalb angesichts einer wachsenden Anzahl von Schieflagen in diesem Sektor die Gefahr besteht, dass die Probleme auch auf größere Institute übergreifen.


„Damit stellt sich natürlich die rechtliche Problematik, inwieweit ein beratendes Kreditinstitut gerade unter Verweis auf das angebliche „1a-Rating“ ihren Kunden noch in 2008 Lehman-Zertifkate als todsichere Kapitalanlage verkaufen konnte. Gerade im Fall einer Beratungstätigkeit unter Übergabe eines Emissionsprospekts lohnt sich eine anwaltliche Beratung durch die auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisierten Anwälte. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die hochaktuelle Entscheidung des BGH zur Verpflichtung einer beratenden Bank über veröffentlichte Negativpresse seinen Kunden zu informieren.

Weitere Informationen sowie die Entscheidung des BGH vom 07.10.2008 zum Az.: XI ZR 89/07 erhalten Sie vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.!

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