MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG - Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. prüft Schadensersatzansprüche gegen Prospektverantwortliche

Wie bereits berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Regensburg aktuell gegen fünf Verantwortliche der MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG wegen Betruges. Zudem wies der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in seiner Presseerklärung vom 04.02.2014 auf grundsätzliche Ersatzansprüche gegen die Prospektverantwortlichen / Anlagevermittler / Anlageberater hin.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in einer weiteren Stellungnahme:

„Zwischenzeitlich haben sich zahlreiche Geschädigte an den Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. mit der Bitte um Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen gewandt. So wurde fast unisono berichtet, dass diese Beteiligung als angeblich zur Altersvorsorge geeignet angepriesen worden war, um die mitunter horrenden Vertriebsprovisionen für die agierenden Berater im geführten Beratungsgespräch niemals die Rede war. Stattdessen wurde diese Beteiligung als „Kapitalanlage mit drive“ zur Zeichnung beworben, bei Zeichnung dieser Beteiligung angeblich immense Renditeerwartungen jährlich zu erwarten seien. Um die Gefahr, mögliche Ausschüttungen im Bedarfsfall an die Fondsgesellschaft gemäß § 172 Abs. 4 HGB zurückzahlen zu müssen, war in den geführten Beratungsgesprächen unserer Erfahrung nach nicht die Rede, auch das Fondsprospekt den Anlegern oftmals überhaupt nicht überlassen worden war, geschweige denn – wie von der Rechtsprechung gefordert – zeitlich weit vor Zeichnung“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern eine grundsätzliche Prüfung möglicher Ersatzansprüche, nach ständiger Rechtsprechung des BGH Beteiligungen an Kommanditgesellschaften grundsätzlich nicht zur Altersvorsorge geeignet sind. Auch etwaige Prospektfehler müssen sich die Anlageberater im Rahmen ihrer Pflicht zur Plausibilitätsprüfung grundsätzlich zurechnen lassen.

Zudem empfiehlt der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. mögliche Ersatzansprüche auch gegen den Treuhänder prüfen zu lassen, welcher nicht nur prospektverantwortlich ist, sondern sich zudem gemäß § 278 BGB die pflichtwidrige Anlagefalschberatung des agierenden Vertriebsbeauftragten zurechnen lassen muss.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Liegt ein Aufklärungsverschulden auf Seiten der Verantwortlichen vor, kommt grundsätzlich eine Rückabwicklung der Beteiligung in Betracht. Der Anleger ist so zu stellen, als hätte er die Beteiligung nie erworben. Weiters ist der Verantwortliche für den Fall der Feststellung einer Pflichtverletzung verpflichtet, den Anleger auch von etwaigen Nachhaftungsansprüchen gegenüber der Fondsgesellschaft freizustellen“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet eine Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die Prospektverantwortlichen an.

Weitere Informationen unter info@schutzverein.org Stichwort „MLR“.

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