MPC Rendite-Fonds Britische Kapital Leben GmbH & Co. KG - Landgericht Hamburg verurteilt Gründungsgesellschafterin

Die Firma MPC Capital Investments GmbH als Gründungsgesellschafterin der am 22.05.2007 gegründeten „3. MPC Rendite-Fonds Britische Kapital Plus GmbH & Co. KG“ wurde vom Landgericht Hamburg aus den Grundsätzen zur Prospekthaftung im weiteren Sinne zu Schadensersatz verurteilt. Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter Bezugnahme auf das ergangene Urteil des Landgerichts Hamburg vom 13.05.2014.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Das Landgericht Hamburg hat es als erwiesen angesehen, dass die Prospektdarstellungen zu dieser Fondsgesellschaft um die Chancen und Risiken des Erwerbs derartiger Policen in mehrfacher Hinsicht irreführend und fehlerhaft sind. So stellte das Landgericht Hamburg insbesondere darauf ab, dass im Prospekt nicht zutreffend festgehalten sei, wonach Britische Lebensversicherungen zum streitgegenständigen Typus den Todesfallschutz mit dem Vermögensaufbau verbinden. Nach Auffassung des Landgerichts Hamburg handelt es sich hierbei um eine relevante Entwicklung, die in den Prospektausführungen zum Anlageobjekt keine Erwähnung findet“.

Rechtsfolge dieser Entscheidung war die Rückzahlung des vom dortigen Anleger eingelegten Kapitals zuzüglich der Feststellung der Kostentragungsverpflichtung durch die Prospektverantwortliche MPC GmbH.

Die Rechtsansicht des Landgerichts Hamburg bestätigt nach Auffassung des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. die insgesamt eher anlegerfreundliche Rechtsprechung, insbesondere zur mündlichen Aufklärungsverpflichtung.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Berater, die betroffenen Anlegern die Beteiligung an einem Lebensversicherungsfonds empfehlen, müssen ausführlich und verständlich über die bestehenden Risiken aufklären. Kommen sie dieser Pflicht nicht oder nur eingeschränkt nach, machen sie sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich schadensersatzpflichtig. Zudem trifft bei Verwendung eines inhaltlich fehlerhaften Prospekts den agierenden Anlageberater / anlagevertreibende Bank die Beweislast dafür, dass im Beratungsgespräch die fehlerhaften Prospektangaben richtiggestellt worden sind“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung an, auch in verjährungsrechtlicher Hinsicht.

So verjähren Ersatzansprüche bei Kenntnis um einen Beratungsfehler binnen einer Frist von 3 Jahren um die hierauf gründende Falschberatung. Die Höchstfrist für die Geltendmachung von Ersatzansprüchen beträgt 10 Jahren, und zwar taggenau berechnet vom Datum des Beitritts zu einer Fondsgesellschaft an.

Weitere Informationen unter info@schutzverein.org

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