OLG Frankfurt verurteilt DG Anlage Gesellschaft mbH bei DG Anlage-Fonds Nr. 34!

Ein Urteil das Mut macht: Auf die Berufung eines betroffenen Anlegers des DG Anlage-Fonds Nummer 34 änderte das OLG Frankfurt am Main seine Entscheidung vom 13.05.2009 das erstinstanzlich klageabweisende Urteil ab und verurteilte die DG Anlagegesellschaft mbH sowie die DZ-Bank AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank aus Frankfurt zu Schadensersatz wegen Prospektfehler.

 

Laut Auffassung des OLG Frankfurt am Main trifft die Schadensersatzverpflichtung die DG Anlagegesellschaft mbH sowie die DZ Bank AG als Gründungskommanditisten, welche aufgrund ihres Informationsvorsprungs die eintretenden Kommanditisten zu informieren haben, falls der dem Beitretenden zu überreichende Prospekt nicht zutreffend und unvollständig ist und kein umfassendes Bild über die Risiken der Kapitalanlagen gewährt.

 

Als solche sind sie dem klagenden Anleger zu Schadensersatz aus den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne verpflichtet, weil der Prospekt unzureichend die sogenannten „weichen Kosten“ darstellt.

 

„Der 23. OLG Senat ist unter anderem mit Kapitalmustergesetz-Musterverfahren betraut, demzufolge sein Wort in der Rechtssprechung einiges an Gewicht haben dürfte. Insoweit kann die Entscheidung des OLG Frankfurt nicht nur als Wegweiser gewertet werden; gerade die substantiierte Darlegung des OLG Frankfurt um die Aufklärung der Anleger zu den sogenannten „weichen Kosten“ macht diese Entscheidung besonders erfreulich und ermutigend“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

 

Dieses Urteil dürfte zudem Signalwirkung für Anleger haben, welche schon von der Konzeption der Fondsgesellschaft her ihren Anteil refinanzieren mussten. Wenn im Prospekt von Risiken nicht die Rede ist, lohnt es sich in jedem Fall, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen, wobei Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. auch darauf hinweist, dass dieses Urteil auch für alle Anleger von großer Bedeutung ist, die sich an ähnlichen Fonds-Konstruktionen beteiligt haben.

 

Anleger, die beim Erwerb einer fremdfinanzierten Fondsbeteiligung über die Risiken aus der Fremdfinanzierung nicht ausreichend aufgeklärt wurden, sollten daher dringendst den Rat eines auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwalts einholen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

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