Schrottimmobilien: Die DKB Deutsche Kreditbank AG im Zentrum eines Immobilienskandal?

Die deutsche Kreditbank AG aus Berlin soll über „recht eigenartige“ Vertriebe, von denen sie sich im Jahr 2009 trennte, Wohnungsdarlehen in Höhe von Milliarden vergeben haben. Dies berichteten das ZDF-Magazin „WISO“, die Finanzzeitschrift „Capital“ und „die Zeit“.

So soll die Bank DKB reihenweise Schrottimmobilien für Kleinanleger finanziert haben, schlagkräftiges Verkaufsargument unter anderen das sogenannte „Sorglos-Paket“ war, wonach sich die Anleger angeblich um nichts kümmern bräuchten, die Kosten für die Wohnung sich durch die Mieteinnahmen quasi von selbst refinanzieren.

Das Problem: die Darlehen müssen fortlaufend bedient werden, die Wohnungen erweisen sich oftmals als nicht werthaltig, Mieten bleiben aus.

„Nach ständiger Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs ist eine kreditgebende Bank bei steuersparenden Bauherren–, Bauträgern- und Erwerbermodellen zur Risikoaufklärung über das Geldverwendungsrisiko nur unter ganz besonderen Voraussetzungen verpflichtet. Sie darf regelmäßig davon ausgehen, dass die Kunden entweder über die notwendigen Kenntnisse oder Erfahrungen verfügen oder sich jedenfalls der Hilfe von Fachleuten bedient haben. Aufklärungs- und Hinweispflichten bezüglich des finanziellen Geschäfts können sich daher nur aus den besonderen Umständen des konkreten Einzelfalls ergeben“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welche auf die weitergehende BGH-Rechtssprechung verweist, wonach die Kenntnis der Bank von einer möglichen arglistigen Täuschung widerleglich vermutet wird, wenn Verkäufer, die von Ihnen beauftragten Vermittler und die finanzierende Bank in institutionalisierter Art und Weise zusammenwirken.

So kann die wiederholte Finanzierung von Wohnungskäufen im selben Objekt ein Hinweis auf ein solches Zusammenwirken zwischen Vertrieb und Bank sein, bei Versäumnis der Aufklärungspflicht die Bank haften muss und den gesamten Kauf auf Verlangen rückabzuwickeln hat, inklusive gezahlter Zinsen.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine Plattform zum Informations- und Erfahrungsaustausch an. Die Einzelheiten um einen fremdfinanzierten Wohnungskauf können für betroffene Anleger von großem Nutzen sein, und sei es auch nur zum Erfahrungsaustausch zwischen mit Geschädigten.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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