Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. lässt Musterprozess um Lehman-Zertifikate vorbereiten!

Der Fall einer 85-jährigen Rentnerin, die ihre Sparbücher nach Beratung durch ihre Hausbank auflöste, um Lehman-Zertifikate zu kaufen, wird demnächst das zuständige Landgericht Bochum beschäftigen, so Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins der Bankkunden e.V.


„Unsere Vertrauensanwälte bereiten derzeit die Klage einer 85-jährigen Anlegerin vor, die nach Beratung ihres Hausbank ihre Sparbücher auflöste, um – dem Rat des zuständigen Bankberaters folgend – das Geld in Lehman-Brothers-Zertifikate zu investieren.


„Gerade die Umstände dieses Einzelfalles bestätigen unsere Annahme, dass Geschädigte keineswegs chancenlos sind“, so Bettina Wittmann weiter.


So wird zwar oftmals von diversen Anlegeranwälten auf das Prozessrisiko für den Fall der klageweise Geltendmachung möglicher Schadensersatzansprüche gegen die Kreditinstitute verwiesen. „Selbst wenn bis zu einem Revisionsverfahren beim Bundesgerichtshof mehrere Jahre vergehen könnten, zeigen gerade Einzelfälle, wie nachlässig einzelne Bankberater hochspekulative Lehman-Brohters an den Mann brachten.“ Gerade weil vielen Anlegern die Papiere von ihrer Bank als 100% sicher verkauft wurden, wurde den Anlegern das Gefühl vermittelt, es könne gar nichts passieren; auf die Gefahr des Totalverlusts wurde überhaupt nicht hingewiesen, obwohl es sich hier um einen aufklärungspflichtigen Umstand handelt, über welchen die Berater einer Bank im Hinblick auf ihre geschuldete anlegergerechte Beratung hinzuweisen haben.


„Eine individuelle Prüfung möglicher Schadensersatzansprüche bei fehlerhafter Beratung durch die Bank lohnt immer, zumal auch die Verjährungsfrist verkürzt ist“, so Bettina Wittmann weiter.


Nach § 37a Wertpapierhandelsgesetz verjähren Schadensersatzansprüche eines Kunden gegen eine Bank wegen fehlerhafter Anlageberatung in drei Jahren seit dem Entstehen des Anspruches. Diese Verjährungsfrist läuft unabhängig davon, ob der Kunde Kenntnis von etwaigen Beratungsfehlern hat. Wenn Kunden also im Dezember 2005 Lehman-Wertpapiere gekauft haben, droht nun, drei Jahre später, im Dezember 2008 die Verjährung etwaiger Schadensersatzansprüche aus fehlerhafter Anlageberatung, unabhängig davon, ob der Kunde Kenntnis von etwaigen Beratungsfehlern hat.


Für geschädigte Zertifikate-Anleger von Lehman-Brohters gibt es also durchaus Argumente, ihren individuellen Fall dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. zu schildern, welcher sodann den konkreten Sachverhalt durch die mit dem Verein ausschließlich auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Vertrauensanwälte prüfen lässt.

Weitere Informationen erhalten Sie vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.!

 

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