VW-Skandal - Was betroffene Anleger wissen sollten

Die Abgasmanipulation durch VW hat den Börsenwert des Unternehmens um mehrere Milliarden Euro reduziert. Auch Aktionäre wurden geschädigt, weshalb sich viele geschädigte Anleger die Frage stellen, ob und wie sie Schadensersatz geltend machen können.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V., welcher zwischenzeitlich zahlreiche Anfragen um die Möglichkeit zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen die VW AG vorliegen, hierzu:

„Die Non-Profit-Organisation ICCT stellte im Frühjahr 2014 im Zuge einer Studie bezüglich der Schadstoffabweichung im Straßentest erhebliche Diskrepanzen zu den offiziellen Zertifizierungs- und Typprüfwerten von VW Dieselmotoren fest, worüber im Mai 2014 die kalifornische Umweltbehörde CARB sowie die US-Umweltbehörde EPA informiert wurde. Daraufhin nahmen die genannten Behörden Ermittlungen auf, um die Diskrepanzen aufzuklären. Zu diesem Zweck setzten sich die Behörden auch mit VW in Verbindung. Wir sind daher der Meinung, dass schon die Einleitung der Ermittlungen im Mai 2014 durch die amerikanische Umweltbehörde EPA von VW zum Anlass hätte genommen werden müssen, die Ermittlungen in einer sogenannten ad-hoc-Mitteilung zu veröffentlichen“.

Im Wertpapierhandelsgesetz werden Emittenten verpflichtet, Tatsachen, die den Börsenkurs der zugelassenen Wertpapiere eines Unternehmens erheblich beeinflussen können, in sogenannten ad-hoc-Mitteilungen zu veröffentlichen sind. Damit soll ein Insiderhandel verhindert werden. Alle Marktteilnehmer sollen gleichzeitig informiert werden.

Schadensersatzansprüche können nunmehr diejenigen Aktionäre geltend machen, welche zum einen nach Mai 2014 und zum anderen vor dem 03.09.2015 Aktien der VW AG erworben haben. Am 03.09.2015 hat VW gegen die ermittelnden Behörden den Einbau der Manipulationssoftware zugestanden.


Darüber hinausgehend hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen ein Rechtsgutachten zu den Manipulationen bei den Abgastests anfertigen lassen. Unter Bezugnahme auf diverse Entscheidungen des Bundesgerichtshofes weist Frau Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. auch darauf hin, dass Kunden grundsätzlich vom Kaufvertrag ihres Fahrzeuges zurücktreten können.

Auch hierzu können Sie sich gerne durch den Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. informieren lassen.

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