Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

Wichtige Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Verjährung

Mit erfreulicher Klarheit hat der BGH der bei Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen von den Vermittlern / Beratern / Fondsverantwortlichen immer wieder eingewandten Verjährung eine Absage erteilt.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter Bezugnahme auf die aktuelle Entscheidung des BGH zum Az. III ZR 47/15.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme:

„Nach der Entscheidung des BGH war der klagende Anleger aus verjährungsrechtlichen Gesichtspunkten nicht verpflichtet, die Rückseite der von ihm unterzeichneten Beratungsdokumentation mit den entsprechenden Risikohinweisen zur Kenntnis zu nehmen. Nach Auffassung des BGH ist ein Anleger aus verjährungsrechtlichen Gesichtspunkten auch nicht verpflichtet die Beratungsdokumentation zu lesen, um zu überprüfen, ob er bezüglich der von ihm verfolgten weiteren Ziele des Kapitalerhalts und der gesicherten Altersvorsorge falsch beraten worden war“.

Im Streit stand eine Beteiligung an der HSC Shipping Protect II KG, welche in 2007 / 2008 emittiert worden war. Nachdem die Vorinstanzen noch zu Gunsten des beklagten Vermittlers zur eingewandten Verjährung argumentiert hatten, weil die Ausschüttungen bereits 2008 ausgeblieben waren und folglich der Anleger um die fehlende Altersvorsorge hätte Kenntnis haben müssen, bewertete der BGH die dortigen Rechtsgrundsätze zur Verjährung neu.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern notleidender Fondsbeteiligungen eine grundsätzlich fachkundige Beratung durch Fachanwälte, die auf das Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisiert sind.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern darüber hinausgehend eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die Verantwortlichen.

Weitere Informationen unter info@schutzverein.org.

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