Beteiligungsgesellschaft MS "Santa-R Schiffe" GmbH & Co. KG berichtet um Insolvenzantrag

Wie aktuell bekannt wurde, wurde für die „MS Santa-R Schiffe“ GmbH & Co. KG Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht gestellt. Damit wird es auch zu keinen Rückzahlungen mehr aus den im Jahr 2010 gezeichneten Neukapital, geschweige denn zu Zahlungen aus dem Altkapital kommen.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

„Nunmehr wird sich also die Frage stellen, inwieweit der vom Amtsgericht einzusetzende Insolvenzverwalter an die Anleger herantreten wird, um dort die geleisteten Ausschüttungen zurückzuverlangen. Nachdem Schadensersatzansprüche aus pflichtwidriger Anlagefalschberatung bzw. aus den Grundsätzen zur Prospekthaftung im weiteren Sinne zwischenzeitlich verjährt sind, sehen sich die Anleger der Gefahr ausgesetzt, die aus negativen Kapitalkonten über § 172 Abs. 4 HGB geleisteten Ausschüttungen an den Insolvenzverwalter zurückzahlen zu müssen“.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Die Gefahr der sog. „Kommanditistenhaftung“, also das Risiko, aus negativen Kapitalkonten geleistete Ausschüttungen an den Insolvenzverwalter im Insolvenzfall zurückzahlen zu müssen, stellt ein einer KG-Beteiligung systemimmanentes Risiko dar, über welches ohne rechtzeitige Prospektüberlassung grundsätzlich der agierende Berater vor Zeichnung mündlich aufzuklären hat“.

Anlageberatern kommen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erhebliche Informations- und Aufklärungspflichten zu. Dies bedeutet, dass Berater, die den betroffenen Anlegern die Beteiligung an einem Fonds empfohlen haben, ausführlich und verständlich über die bestehenden Risiken für die Anleger aufklären müssen. So machen Sie sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes schadensersatzpflichtig, wenn sie diesen Pflichten nicht oder nur eingeschränkt nachkommen.

Doch für diejenigen Anleger, welche sich taggenau zehn Jahre nach Zeichnung nicht entschlossen haben, mögliche Ersatzansprüche aus einer pflichtwidrigen Anlagefalschberatung geltend zu machen, sind vorliegend auf die weiters vom Insolvenzverwalter beabsichtigte Vorgehensweise angewiesen.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. verweist hier auf die ergangenen Entscheidungen des BGH vom März 2013, wonach Anleger nicht grundsätzlich den Zahlungsaufforderungen eines Insolvenzverwalters nachkommen müssen und Chancen haben, geleistete Ausschüttungen zu behalten.

Für weitere Informationen steht Ihnen der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. gerne zur Verfügung, und zwar unter info@schutzverein.org.

Sie können uns auch jederzeit telefonisch kontaktieren unter Tel. 08 51 / 988 4011.

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