CFB Fonds 168 Twins 2 - Anleger sollten handeln

Besorgniserregend scheint die aktuelle Entwicklung des hauptsächlich von der Commerzbank AG vertriebenen Fonds mit der Bezeichnung „CFB – Fonds 168 Twins 2“ zu sein.

Zwar sollen die Festcharterraten laut aktueller Mitteilung der Fondsgeschäftsführung „weit über den aktuellen Marktcharterraten“ liegen, verlaufe der Schiffsbetrieb „insgesamt positiv“.

Gleichzeitig wird den Gesellschaftern indes mitgeteilt, dass bis auf weiteres keine Ausschüttungen an die Anleger mehr erfolgen werden, grundsätzlich auch die Möglichkeit eines Verkaufs der Schiffe bestünde.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hierzu:

„Um die aktuell marktübliche Charterrate wird den Anlegern kein Wort mitgeteilt, die Fondsgesellschaft indes von jeher mit langfristigen Charterraten kalkuliert hatte. Entscheidend ist nämlich, dass die Erträge ausreichen, um den Kapitaldienst der finanzierenden Banken bedienen zu können. Betroffen ist insbesondere die sogenannte „loan-to-value“-Klausel, womit das Verhältnis zwischen dem ausgezahlten Bankkredit und den dafür gestellten Sicherheiten beschrieben wird. Verliert ein Schiff in Zeiten sinkender Frachtraten und wegen des Ausbleibens bestehender Charterverträge ohne entsprechenden Neuabschluss deutlich an Wert, wird der Kredit nicht mehr durch die gestellten Sicherheiten gedeckt. In einem solchen Fall kann die Bank oft zusätzliches Eigenkapital einfordern oder Nachbesicherungen verlangen. Entweder müssen Anleger dann Gelder nach- oder zurückzahlen oder Auszahlungen werden ausgesetzt“.

Bei Immobilienfonds sind derartige Fälle bekannt, die Bedeutung der „loan-to-value“-Klausel bei Schiffsfondsgesellschaften in jüngster Zeit zu erheblichen Probleme für die einzelnen Fondsgesellschaften geführt hatte.

Zeichnungsentscheidende Risiken aus dem Fondskonzept sind indes in der persönlichen Beratung offenzulegen, mitunter auch in den einzelnen Fondsprospekten die systemimmanenten Währungs- und Fremdfinanzierungsrisiken nicht hinreichend beschrieben werden.

Nach der Rechtsprechung des BGH führen unterlassenen Angaben im Fondsprospekt zu Schadensersatzansprüchen der Anleger, liegen auch Beratungsfehler vor, wenn der Anleger nicht ordnungsgemäß über die Risiken des Produkts aufgeklärt wurde.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet eine kostenfreie und unverbindliche Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen, in nächster Zeit angesichts eher bankenfreundlicher Urteile die Verjährung einzelner Schadensersatzansprüche genau zu prüfen sein wird.

„Wissen Anleger positiv, dass die beratende Bank für den Vertrieb der empfohlenen Kapitalanlage eine Rückvergütung erhält, deren Höhe die Bank vor Anlageentscheidung aber nicht mitgeteilt hat, so hängt der Beginn der Verjährungsfrist des Schadensersatzanspruches wegen verschwiegener Rückvergütungen nicht von der Kenntnis der genauen Höhe der Rückvergütung ab, was der BGH in aktueller Entscheidung vom 26.02.2013 erkannte“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter.

Weitere Informationen unter www.schutzverein.org oder rufen Sie uns einfach an unter Telefon 0851/9884011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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