DS-Rendite-Fonds Nr. 123 - Zwischenbericht der Fondsgeschäftsführung

Per Zwischenbericht zum ersten Quartal 2014 lässt die Fondsgeschäftsführung der DS-Rendite-Fonds Nr. 123 DS Sapphire GmbH & Co. Tankschiff KG ihre Anleger um den erneuten Verkaufswunsch der finanzierenden Banken wissen.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter Bezugnahme auf den aktuellen Zwischenbericht der Fondsgeschäftsführung.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Den dortigen Informationen nach wollen die finanzierenden Banken einen Darlehensverzicht gegenüber der Fondsgesellschaft prüfen, erwarten aber im Gegenzug einen Kapitalbeitrag der Gesellschafter. In einem „Fazit“ lässt die Fondsgeschäftsführung sodann ihre Anleger darauf hinweisen, dass ein kurzfristiger Schiffsverkauf wohl nicht zu verhindern sei, obwohl das Schiff zu den guten Performern gehört und in 2013 an 364,3 Tagen im Einsatz war. Deshalb wird nach wie vor versucht eine Lösung mit den finanzierenden Banken zu erreichen, gegebenenfalls auch unter Kapitaleinsatz der Gesellschafter“.

Bereits in 2008 forderte die Fondsgesellschaft ihre Anleger auf, die geleisteten Ausschüttungen zur Einzahlung zu bringen, es auch seit diesem Zeitpunkt keine Ausschüttungen mehr aus der Fondsbeteiligung gegeben hatte.

Demgegenüber wurde nach den Erfahrungen des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. diese Beteiligung als „Renditeengagement“ zur Zeichnung empfohlen, oftmals auch unter (falscher) Erörterung der Fondsgesellschaftsstruktur selbst.

Bettina Wittmann in ihrer Stellungnahme weiter:

„Nicht selten kam es anlässlich der Beratung der Anleger vor, dass unter Bezugnahme auf die „Garantanlage“ der absolute Kapitalerhalt im Beratungsgespräch kommuniziert wurde, die der Beteiligung spezifisch immanenten Risiken in aller Regel mit den Anlegern nicht besprochen worden sind“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern eine grundsätzliche Bewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die agierenden Beratungsgesellschaften / Banken.

Nach ständiger Rechtsprechung des BGH sind Anlageberater wie auch Anlagevermittler verpflichtet, die einem Anlageprodukt systemimmanenten Risiken im Beratungsgespräch mündlich offenzulegen, es sei denn, das Verkaufsprospekt wurde dem Anleger zeitlich weit vor Zeichnung zur Kenntnisnahme überlassen. Eine Prospektüberlassung am Beratungstag kann in aller Regel ein mündliches Beratungsgespräch nicht ersetzen, weshalb oftmals aus der Erfahrung des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. gerade Schiffsfondsbeteiligungen als angeblich ideal zur weiteren Altersvorsorge zur Zeichnung angedient wurden.

Weitere Informationen hierzu unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an unter Tel: 0851/988 4011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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