Erste Beteiligungsgesellschaft COP Produktentanker GmbH & Co. KG informiert über Teilnahme an einer Kapitalmaßnahme

Um ein Sanierungskonzept will die Fondsgesellschaft der Erste Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG ihre Anleger in 2013 informieren. Dies ergibt sich aus einem Rundschreiben der Treuhänderin vom 17.09.2012, worin um Gespräche hinsichtlich eines Sanierungskonzepts berichtet wird.

Dieses Informationsschreiben liegt dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. vor, welcher darauf hinweist, dass der Brancheninformationsdienst „Fondstelegram“ schon in 2011 um einen möglichen Totalverlust für die Anleger berichtet hatte.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Die wirtschaftliche Misere der Gesellschaft ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die acht Fondsschiffe des Fonds von Anfang an keine Festcharter hatten, die für den Vertragszeitraum Einnahmesicherheit versprochen hätte. Stattdessen flossen diese in einen Einnahmepool, dessen Einnahmen von Anfang an den Marktschwankungen unterlagen. Bereits Anfang 2010 lagen diese um mehr als 50% unter dem prognostizierten Wert von US-Dollar 20.850,00 je Tag und Schiff, US-Dollar 18.000,00 je Tag und Schiff wären indes erforderlich gewesen, um zumindest die Kosten zu decken und plangemäß die von der Fondsgesellschaft aufgenommene Fremdfinanzierung zu tilgen“.

Um mögliche Schwankungen der Tagescharterraten findet sich auch im Fondsprospekt nichts, dort kein Anleger einen möglichen Hinweis erhält, wie sich die Tagescharterraten in den letzten 10 Jahren entwickelt hatten und welchen Einfluss dies auf die wirtschaftliche Entwicklung des Fonds haben könnte.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Damit scheitert oft die vielfach in den einzelnen Rechtsstreitigkeiten von Anlageberatungsgesellschaften/Banken verwandte Argumentation um die hinreichende Aufklärung anhand des Fondsprospekts, in den dem Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. geschilderten Fällen Schiffsfondsbeteiligungen sogar als zur Altersvorsorge geeignet empfohlen wurden.

Dies stellt jedoch eine Falschberatung dar, für welche der agierende Anlageberater/Kreditinstitut verantwortlich ist, wenn die Bewerbung einer Schiffsfondsbeteiligung ohne Benennung der unternehmerischen Risiken erfolgt ist“.

Weiterhin liegt eine Falschberatung dann vor, wenn die Banken bei Vermittlung der CPO Produktentanker eine Provision durch das Emissionshaus erhalten und diese dem Anleger aber verschwiegen haben, sogenannte „kick-backs“.

Diese Zahlungen müssen dem Anleger nach der Rechtssprechung des BGH offen gelegt werden, da der Kunde sich in diesem Fall nicht mehr sicher sein kann, dass die Bank die Beratung alleine in seinem Interesse durchführt.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. ermöglicht betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche.

Im Rahmen dieser Bewertung können sodann auch Möglichkeiten aufgezeigt werden, um den für 2013 angekündigten Sanierungsmaßnahmen entsprechend zu begegnen.

Weitere Informationen unter dem Stichwort „CPO Produktentanker“ an info@schutzverein.org oder unter www.schutzverein.org.

Zurück

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
Ihr Vorteile einer Mitgliedschaft