FHH Fonds Nr. 17 MS „Aquitania“ GmbH & Co. Containerschiff KG informiert um Insolvenzanmeldung

Mit Schreiben vom 21.01.2013 lässt die FHT Fondshaus Treuhand GmbH ihre Anleger um die Insolvenzanmeldung der Fondsgesellschaft beim AG Hamburg informieren.

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter Bezugnahme auf das aktuelle Schreiben der Treuhänderin.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hierzu:

„Den Angaben der Treuhänderin zufolge konnte nur rund 77% des geforderten Sanierungskapitals eingeworben werden, die Fondsgesellschaft bei einem zwangsweisen Verkauf der Schiffe im Rahmen der Insolvenz nicht davon ausgeht, dass die Verbindlichkeiten in voller Höhe beglichen werden können. Den weiteren Angaben der Treuhänderin zufolge wäre dann eine Rückzahlung der geleisteten Gesellschaftereinlagen bzw. der gegebenenfalls von den Anlegern geleisteten Sanierungsbeiträge aus dem Kaufpreis ausgeschlossen“.

Wie der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. im Sommer 2012 bereits berichtete, ließ die Fondsgesellschaft ihre Anleger damals um ein neuerliches Sanierungskonzept informieren, hierin auch auf die kurzfristige Insolvenzantragstellung verwiesen wurde, wenn der notwendige Kapitalbedarf nicht gedeckt werden kann.

Dieser „worst-case“ ist nunmehr mit Insolvenzantragstellung der Fondsgesellschaft eingetreten, der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. auch dem „Hinweis“ der Treuhänderin im dortigen Informationsschreiben vom 21.01.2013 besonderes Augenmerk schenkt.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hierzu:

„Den Behauptungen der Treuhänderin zufolge werden die Versuche zahlreicher Kanzleien, welche auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts spezialisiert sind, geschädigten Anlegern Handlungsoptionen darzustellen, als „Lockangebot“ qualifiziert, die Fondsgesellschaft hier offensichtlich die Bemühungen der Anlegerschutzanwälte um die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen für geschädigte Kapitalanleger bewusst in Misskredit bringen will“.

Auch der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. lässt derartige Darstellungen nicht unkommentiert, nach Auffassung von Frau Bettina Wittmann gerade den Darstellungen der Fondsgesellschaft um die angeblich geringen Erfolgsaussichten der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen aus Falschberatung vehement entgegenzutreten ist.

„Die Darstellung der Fondsgesellschaft, eine korrekte Aufklärung und Beratung könne in der Regel durch Vorlage eines vom Anleger unterzeichneten Gesprächsprotokolls „lückenlos“ nachgewiesen werden, ist in dieser Allgemeinheit nicht richtig, letztendlich der BGH gerade in seiner letzten Entscheidung vom 06.12.2012 die Feststellung konstatierte, dass auch die vom Anleger in der Beitrittserklärung unterzeichnete „Bestätigung“ um den Prospekterhalt nichts darüber aussagt, wann dieser Fondsprospekt überlassen wurde. In ständiger Rechtsprechung fordert der BGH vielmehr eine Prospektüberlassung zeitlich weit vor Zeichnung, andernfalls kein Anleger in der Lage ist, die ihm womöglich in der mündlichen Beratung verklausuliert bzw. verharmlost dargestellten Risiken dort „herauszulesen“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt geschädigten Anlegern dringendst Schadensersatzansprüche gegen die jeweils agierende Anlageberatungsgesellschaft/Kreditinstitute fachkundig durch kompetente Anlegerschutzanwälte prüfen zu lassen, und zwar auch in verjährungsrechtlicher Hinsicht.

Bei Zeichnung einer Fondsbeteiligung in 2003 verjähren mögliche Schadensersatzansprüche binnen der gesetzlichen Höchstfrist von 10 Jahren, wobei die Verjährungsfrist taggenau (Zeichnungsdatum) beginnt und auch taggenau endet.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche. Außerdem können Sie sich jederzeit unter info@schutzverein.org bei Rückfragen an den Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. wenden.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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