FHH Fonds Nr. 17 "MS Aquitania" GmbH & Co. KG - Anleger sollten handeln

Zahlreiche Anleger der zwischenzeitlich insolventen Fondsgesellschaft mit der Bezeichnung „FHH Fonds Nr. 17 „MS Aquitania“ GmbH & Co. Containerschiff KG“ wenden sich an den Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. mit der Frage um konkrete Handlungsoptionen.

Dies berichtet der Vorstand, Frau Bettina Wittmann.

„Angesichts der Tatsache, dass die Anleger aus dem Geschäftsbericht 2009, welcher – wie unsere Recherchen ergeben haben – individuell Mitte Juni 2010 den Gesellschaftern überlassen wurde, um erhebliche Liquiditätsschwierigkeiten ihrer Fondsgesellschaft wussten, ist zumindest verjährungsrechtlich die jetzige Insolvenz der Fondsgesellschaft von zweitrangiger Bedeutung. Grundsätzlich beginnt die dreijährige Verjährungsfrist nach gültiger Rechtsprechung zum Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Anleger „positive Kenntnis“ über die Anspruchsumstände erlangt hat“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer aktuellen Stellungnahme.

Daher drohen mögliche Ersatzansprüche der Anleger aus der Fondsbeteiligung zur FHH Fonds Nr. 17 KG mit Ablauf des Jahres 2013 zu verjähren, weil die Fondsgesellschaft bereits 2010 in einem Rundschreiben darüber berichtet hatte, dass der Fonds in erhebliche finanzielle Schieflage geraten war.

„Anleger sollten handeln“

Die Prüfung durch den Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat aber nicht nur in den gemeldeten Fällen eine Falschberatung ergeben; es steht auch zu befürchten, dass das Prospektmaterial zur FHH Fonds Nr. 17 unvollständig ist, was gleichzeitig rechtlich dazu führt, dass die agierende Beratungsgesellschaft / anlagevertreibende Bank beweisen muss, den Anleger bei angeblicher Erläuterung des Prospektmaterials die einzelnen Passagen richtig gestellt zu haben.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Dieser Beweis ist in den von uns vertretenen Rechtsstreitigkeiten bislang noch keinem einzigen Berater gelungen, in den Verfahren vielmehr standardisiert die Behauptung erhoben wird, man habe den Anleger „selbstverständlich“ um die Risiken aus dem Prospekt beraten; weitergehende mündliche Angaben hatte es in aller Regel niemals gegeben, was gleichzeitig bedeutet, dass irreführendes bzw. unvollständiges Prospektmaterial letztendlich mündlich nicht richtig gestellt wurde. Dies führte schlussendlich zur Stattgabe der einzelnen Schadensersatzklagen, weshalb die vertretenen Anleger das dort investierte Kapital zuzüglich Zinsen erhalten haben“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. empfiehlt betroffenen Anlegern eine umfassende Prüfung möglicher Ersatzansprüche gegen die agierenden Beratungsgesellschaften, und zwar grundsätzlich auch zur Hemmung der laufenden Verjährung.

„Leider gehen immer noch viele Anleger davon aus, mit Schreiben an die verantwortliche Beratungsgesellschaft sei – zumindest verjährungsrechtlich – die Angelegenheit erledigt. Dem ist nicht so, verjährungshemmend bei einer Rückabwicklung nur eine Klage oder ein Güteantrag an eine staatliche Schlichtungsstelle ist“, so Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter, welche gleichzeitig darauf hinweist, dass der Schutzverein für betroffene Anleger eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung anbietet.

Weitere Informationen unter info@schutzverein.org oder rufen Sie uns an unter Tel.-Nr. 0851/9884011.

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