Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG - Verjährung droht

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. informiert betroffene Anleger zur „HCI Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG“ um die 10-jährige Höchstfrist zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Diese (absolute) Verjährungsfrist beginnt am Tage der Unterzeichnung der Beitrittserklärung und endet taggenau 10 Jahre später.

„Anleger, welche auf Empfehlung sich an dieser Fondsgesellschaft beteiligt hatten, unterzeichneten ihre Beitrittserklärungen nach unserer bisherigen Erfahrung in 2008. Mithin gilt die Beachtung der 10-jährigen Höchstfrist zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen die Verantwortlichen, welche vielen Anlegern allerdings nicht bewusst ist“, so Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V., welche gleichzeitig als Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht zahlreiche betroffene Anleger bundesweit anwaltlich vertritt.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weist auf mögliche Prospektfehler bei der „Deepsea Oil“ hin, was Schadensersatzansprüche gegen die Prospektverantwortlichen zur Folge hat.

Ausweislich der Prospektangaben beabsichtigte die Fondsgesellschaft mittelbar über die Eigentümergesellschaft Delba Drilling International Coöperatie U.A. in die mobile Tiefsee-Halbtaucher-Erkundungsplattform Delba III zu investieren. Die Ölbohrplattform sollte vor der Küste Brasiliens nach Öl suchen und sieben Jahre lang an den brasilianischen Konzern Petróleo Barsileiro S.A. (Petrobas) für mehr als USD 300.000,00 am Tag verchartert und anschließend veräußert werden.

Im Mai 2009 kam es zu einem Brand auf einer von zwei weiteren, sich parallel im Bau befindlichen Ölplattformen.

Mit Schreiben der Treuhänderin vom 16.06.2010 wurde mitgeteilt, dass es aufgrund des Brandes auf der parallel gebauten Plattform zu einer Verzögerung der Erstellung der fondsgegenständlichen Ölbohrplattform gekommen sei und sich ein Finanzierungsfehlbetrag in Höhe von USD 67,2 Mio. ergeben habe.

Auf der außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 08.07.2010 erfuhren die Gesellschafter, dass erst ab 2019 mit Ausschüttungen zu rechnen und der Verzögerungsschaden nicht von einer Versicherung gedeckt sei, da die Verzögerung der Bauzeit auf ein Verschulden der Coöperatie zurückzuführen sei und dass es sich insoweit um ein nichtversicherbares Risiko handle.

Im Emissionsprospekt findet sich auf Seite 58 aber der Hinweis, dass alle etwaigen Verzögerungsrisiken vollständig abgedeckt seien. Tatsächlich greift die Versicherung aber nur, wenn die Verzögerung nicht auf ein Verschulden der Eigentümergesellschaft zurückzuführen ist.

Demgegenüber wurde die Beteiligung oftmals auch unter Überlassung eines Flyers beworben, wonach unter Bauvertragspartner folgendes beschrieben ist:

„Atlancia Offshore Limited, USA, ist für den vollständigen Bauprozess zuständig. Der Bauvertrag wurde als sog. Turnkey-Vertrag geschlossen. Die Ablieferung erfolgt entsprechend schlüsselfertig inkl. einer Festpreisgarantie“.

Damit wird dem durchschnittlichen Anleger eine gewisse Sicherheit vermittelt, zumal im Prospekt auf Seite 22 „Versicherungsverträge“ beschrieben sind, wonach mutmaßlich alle Risiken der Bauphase abgesichert seien.

Dem war allerdings nicht so.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bewertet für betroffene Anleger kostenfrei mögliche Ersatzansprüche gegen die Verantwortlichen.

Für weitere Informationen können Sie unter info@schutzverein.org eine Email schicken oder rufen Sie uns an.

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