HCI Shipping Select XVII informiert um erarbeitetes Finanzierungskonzept

Mit Informationsschreiben vom 04.11.2013 lässt die Schiffsfondsgesellschaft mit der Bezeichnung „HCI Shipping Select XVII“ ihre Anleger um ein erarbeitetes Finanzierungskonzept zur Sicherung des Weiterbetriebes der „M. Lauterjung GmbH & Co. Indepentent MS „Stadt Solingen““ informieren. Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

„Um den zwecks Ausgleich der bereits ausgesetzten Raten erforderlichen Kapitalbedarf zu decken und den Schiffsbetrieb aufrecht erhalten zu können, ließ die Fondsgeschäftsführung der „Stadt Solingen“ ein Finanzierungskonzept erarbeiten, wonach diejenigen Gesellschafter, die sich am Neukapital der „Stadt Solingen“ beteiligen, konzeptgemäß Vorzugsregelungen erhalten. Nach Meinung der Geschäftsführung der Schiffsgesellschaft soll bei Umsetzung des Finanzierungskonzepts ein erfolgreicher Weiterbetrieb des Schiffes gewährleistet sein“.

Lange Jahre galten Schiffsfonds als relativ wertstabile Anlage mit überdurchschnittlichen Renditemöglichkeiten, in den letzten Jahrzehnten von Anlegern in Deutschland daher zweistellige Milliardenbeträge in Schiffsfonds investiert wurden. Der Zweck der Beteiligung an einem Schiffsfonds bestand für die Anleger primär in der Erzielung von ansehnlichen Renditen. Hinzukommen steuerliche Motive, da die Anleger durch ihre Beteiligung in der Regel Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielen konnten.

Infolge der globalen Wirtschaftskrise mit der damit einhergehenden Minderauslastung befinden sich zahlreiche Schiffsfonds in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Zahlreiche Fondsgesellschaften müssten bereits in Insolvenz anmelden, sodass zahlreiche Anleger nunmehr realisieren müssen, dass der ihnen oftmals als absolut sichere Anlage zur Zeichnung empfohlene Schiffsfonds mit unternehmerischen Risiken behaftet ist, welche im worst case sogar zum Totalausfall des eingesetzten Kapitals führen können.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Grundsätzlich sind Anleger nicht rechtlos gestellt, insbesondere wenn sie die Fondsanteile auf Beratung hin erworben haben. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind Anleger anleger- und objektgerecht zu beraten, was insbesondere bedeutet, dass keinem Anleger, der eine sichere Kapitalanlage zeichnen will, Anteile an einem Schiffsfonds zur Zeichnung zu empfehlen sind“.

Wird ein Anleger fehlerhaft oder unzureichend beraten, so kann er Schadensersatz vom Beratungsinstitut bzw. von der anlagevertreibenden Bank fordern.

Zudem fällt auf, dass auch in den Fondsprospekten die Gefahren einer Schiffsfondsgesellschaft nicht richtig oder nur unzureichend beschrieben werden, in aller Regel die sog. „loan-to-value“-Klausel nicht mit hinreichender Deutlichkeit um die sich hieraus ergebenden Risiken dargestellt wird.

Verliert ein Schiff in Zeiten sinkender Frachtraten und wegen des Auslaufens bestehender Charterverträge ohne entsprechenden Neuabschluss deutlich an Wert, dann wird der Kredit nicht durch die gestellten Sicherheiten gedeckt, was dann zur Folge haben kann, dass die Bank zusätzliches Eigenkapital einfordert oder Nachbesicherungen fordern kann. Entweder müssen die Anleger dann Gelder nach- oder zurückzahlen oder Auszahlungen werden ausgesetzt.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie und unverbindliche Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche an, grundsätzlich bei Anforderungen von Nachschüssen jeder Anleger die wirtschaftliche Situation seines Fonds kritisch betrachten sollte.

Weitere Informationen finden Sie unter www.schutzverein.org. oder rufen Sie uns einfach an unter Tel. 08 51 / 988 4011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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