Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

Insolvenz über das Vermögen der "Ermu Kalkavan Schiffseigentums GmbH & Co. KG" - Handlungsoptionen für betroffene Anleger

Mit Insolvenz über das Vermögen der „Ermu Kalkavan Schiffseigentums GmbH & Co. KG“ hat sich mutmaßlich der bei einer Fonds-KG immer mögliche Totalverlust realisiert. Dies berichtet der Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V., Frau Rechtsanwältin Bettina Wittmann, welche geschädigte Fondsanleger bundesweit auch anwaltlich vertritt.

Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Schiffsfondsgesellschaft wurde vom Amtsgericht Hamburg zum Az. 67c IN 162/14 eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Finn Peters aus Hamburg bestimmt.

Bettina Wittmann, Vorstand vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. erklärt:

„Mit dem Beteiligungsangebot Ermu Kalkavan Schiffseigentums GmbH & Co. KG wurde Kapitalanlegern Anfang 2008 die Möglichkeit geboten, sich als Kommanditist unmittelbar an zwei gebrauchten Vollcontainerschiffen zu beteiligen. Bereits in einer Kurzübersicht wird darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um eine unternehmerische Beteiligung mit einer Laufzeit von ca. 16,3 Jahren handelt. Die Einnahmen und die Finanzierung der Beteiligungsgesellschaft waren in Euro vereinbart, wodurch Auswirkungen von Währungsschwankungen vermieden werden sollten“.

Laut Renditeprognose sollten sich die Ausschüttungen bis zum Jahr 2023 auf 19,0% belaufen.

„In unserer Beratungspraxis ist uns gerade bei Schiffsfondsgesellschaften in Form der KG aufgefallen, dass die wenigsten Anleger mündlich von ihrem Bankberater / Anlageberater um die Gefahr der sog. Einlagenrückgewähr, also das Risiko für den Kommanditisten, gewinnunabhängige Ausschüttungen im Insolvenzfall an den Insolvenzverwalter zurückzahlen zu müssen, informiert wurden. In aller Regel versuchen sich die Bankberater / Anlageberater aber immer unter Verweis auf das Emissionsprospekt, in welchem angeblich alle Risiken der Gesellschaft gelistet sind zu exkulpieren“, so Rechtsanwältin Bettina Wittmann weiter.

Nach ständiger Rechtsprechung kann allerdings nur ein rechtzeitig übergebener Fondsprospekt einen Anleger hinreichend um die Risiken bzw. Gefahren einer Fondsgesellschaft informieren. Gleichzeitig darf ein Anlageberater allerdings selbst bei rechtzeitig überlassenem Fondsprospekt die Risiken der empfohlenen Geldanlage weder verschleiern noch verharmlosen. Auch dies begründet eine Anlagefalschberatung.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche, auch zur Frage der laufenden Verjährung.

Weitere Informationen unter info@schutzverein.org.

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