Insolvenz über das Vermögen der Fa. Magellan Maritime Services GmbH - Möglichkeiten für betroffene Anleger

Rund 9.000 Anleger, die beim Container-Leasingunternehmer Magellan Direktinvestments in Form von Containern gekauft haben, müssen um ihr Geld fürchten. Die Firma befindet sich in Insolvenz, nachdem beim Amtsgericht Hamburg am 01.06.2016 ein Insolvenzeröffnungsverfahren angeordnet wurde (Az. des AG Hamburg: 67 c IN 237/16).

Dies berichtet der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V.

Damit müssen über 9.000 Anleger, die ca. EUR 350 Mio. in den Kauf von Seecontainer des Kapitalanlageunternehmens Magellan investiert haben, um ihr Kapital fürchten.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Nach Anordnung der Insolvenz über das Vermögen der Firma darf das Unternehmen ohne die Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters keine Verfügungen mehr treffen. Zahlungen an das Unternehmen sind verboten und gehen nur noch über den eingesetzten Insolvenzverwalter. Betroffen sind im Moment vor allem die Container-Mieten. Deren Auszahlung an die Anleger hatte das Unternehmen bereits vor Insolvenzantragsstellung ausgesetzt. Nach unserer Schätzung müssten mehr als EUR 10 Mio. zur Auszahlung anstehen. Ob für weitere Auszahlungen ausreichend Geld vorhanden ist und ob die verschiedenen Gläubigerforderungen erbracht werden können, muss der vorläufige Insolvenzverwalter nun klären“.

 

Da die Magellan-Anleger Eigentümer der Container sind, schließt zwar der Insolvenzverwalter Berichten zufolge ein mögliches Sonderkündigungsrecht der Anleger nicht aus. Alternativ könnten Anleger die Kaufverträge auch widerrufen, z.B. wenn der Kaufvertrag im Zuge eines sogenannten „Fernabsatzgeschäfts“ abgeschlossen worden ist, was im Übrigen meistens der Fall war. Hier gilt es, die im Kaufvertrag abgedruckte Widerrufsbelehrung zu prüfen.

Eine weitere Handlungsvariante eröffnet die Geltendmachung von Schadensersatzansprüche gegen die agierenden Anlageberater, wenn etwa auf die mit der Anlage verbundenen Risiken nicht oder nicht ausreichend hingewiesen worden ist.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Schadensersatzansprüche.

Für weitere Informationen steht Ihnen der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. unter dem Stichwort „Magellan“ gerne unter info@schutzverein.org zur Verfügung.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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