Insolvenzantragstellung HC "Container-Flotten-Fonds" Beteiligungs GmbH & Co. KG - Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bündelt Anlegerinteressen

Nachdem die Hanse Capital Gruppe im Januar 2012 ihre Anleger um die Insolvenzantragstellung der Schiffsfondsgesellschaft mit der Bezeichnung „HC „Container-Flotten-Fonds“ Beteiligungs GmbH & Co. KG“ informiert hatte stellt sich für betroffene Anleger die Frage um die nunmehrigen Handlungsoptionen.

Hierzu Frau Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V.:

„Wenn Verluste bei einer Kapitaleinlage eingetreten sind bzw. zu befürchten stehen, so ist es von entscheidender Bedeutung, sofort die richtigen Schritte in die Wege zu leiten. Da in vielen Rechtsfällen oft nicht nur ein einzelner Anleger betroffen ist - im Falle der Insolvenzantragstellung der HC Container-Flotten-Fonds KG vielmehr alle Anleger –, so ist es unerlässlich die bestmögliche rechtliche Vertretung zu suchen“.

Das wichtigste Ziel für den geschädigten Anleger ist daher die Beschaffung seines investierten Kapitals.

In diesem Zusammenhang dürfte es kaum dienlich sein, an den eigenen Anlagevermittler heranzutreten, um mit ihm zu verhandeln und sich mit ihm auf irgendein Engagement einzulassen. Vermittler beherrschen oft meisterhaft ein Doppelspiel und täuschen mitunter vor, selbst geschädigt worden zu sein.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät betroffenen Anlegern an, den dortigen Ratschlägen mit Skepsis zu begegnen und stattdessen sofort einen auf das Fachgebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts erfahrenen Anwalt zu beauftragen.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Nicht selten ist es in der Praxis zu beobachten, dass der verantwortlichen Anlagevermittler ausgerechnet Anwaltskanzleien empfiehlt, die nicht gegen ihn vorgehen. Dem geschädigten Anleger können jedoch Schadensersatzansprüche gegen die Initiatoren der Kapitalanlage und gegen den agierenden Vermittler zustehen, die Geltendmachung der Ersatzansprüche aus pflichtwidriger Anlagefalschberatung dann gegen den agierenden Berater gar nicht erst empfohlen wird“.

So ist es den Erfahrungen des Schutzvereins für Rechte der Bankkunden e.V. zufolge immer wieder zu beobachten, dass nicht selten gerade Schiffsfondsbeteiligungen zumeist älteren Kapitalanlegern als angeblich zur weiteren Altersvorsorge geeignet zur Zeichnung empfohlen werden, mitunter eine Fondsbeteiligung in Form der Kommanditgesellschaft sogar als kapitalgeschützte Kapitalanlage im Beratungsgespräch dargestellt wird. Über die wirtschaftlichen und unternehmerischen Risiken einer Fondsbeteiligung wird dagegen oftmals kein Wort verloren. Auch die Fondslaufzeit stellt ein entscheidungserhebliches Kriterium für die Fondszeichnung dar, es auch nicht selten zu beobachten ist, dass gerade älteren Kapitalanlegern ohne Darstellung der fehlenden Veräußerbarkeit eines Fondsanteils diese Beteiligungsform als unbedingt empfehlenswert zur Zeichnung angedient wird.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. in ihrer Stellungnahme weiter:

„Nach einer Entscheidung des OLG München besteht die Pflicht zur mündlichen Aufklärung über die eingeschränkte Fungibilität von Kommanditanteilen, wenn  die Weiterveräußerung für den Anleger nach den Umständen des Einzelfalles erkennbar entscheidend ist. Wusste der Anlageberater z.B., dass der Anleger zum Zeichnungszeitpunkt den Erwerb einer Immobilie beabsichtigte, so war jedenfalls für den Berater – auch wenn der Anleger noch kein konkretes Objekt ins Auge gefasst hatte – klar erkennbar, dass ein Kapitalbedarf des Anlegers auch vor Ende der Laufzeit der Beteiligung durchaus nahe lag“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche gegen die Verantwortlichen an, wir durch Bündelung der Anlegerinteressen auch in der Lage sind, einheitliche Strukturen in der Fondsbewerbung einzelner Kreditinstitute bzw. der agierenden Anlageberatungsgesellschaften durch die uns vorliegenden Anlegerinformationen gezielt herauszuarbeiten. Gerade bei Schiffsfonds berichten zahlreiche Anleger, dass ihnen gerade nicht mitgeteilt wurde, dass hier ein Totalverlustrisiko drohen kann, nicht selten bestehende Versicherungen als Verkaufsargument dafür verwandt wurden, dass mit den Schiffen ja nichts passieren könne, schlussendlich „stehe eine Versicherung dahinter“.

Nur durch diese Verkaufsstrategie ist es auch zu erklären, dass Schiffsfondsbeteiligungen als angeblich absolut zur Altersvorsorge geeignet verkauft werden konnten.


Hinzu kommt, dass Fondsbeteiligungen nicht selten über Banken vertrieben werden, nach der sogenannten kick-back-Rechtsprechung des BGH Banken dazu verpflichtet sind, zusätzlich erhaltenen Provisionen unmissverständlich dem Grunde und der Höhe nach dem Anleger offenzulegen.

Anleger, welche nunmehr aufgrund der Schifffahrtskrise befürchten müssen, ihr gesamtes eingesetztes Kapital zu verlieren, sollten ihre möglicherweise sowohl gegenüber dem Beratern/Vermittlern als auch gegen die Fondsgesellschaft/Prospektverantwortlichen bestehenden Schadensersatzansprüche grundsätzlich prüfen lassen.

Weitere Informationen hierzu unter info@schutzverein.org oder unter Telefon 0851/9884011.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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