LF-Flottenfonds X - Wie geht es weiter?

Die Fondsschiffsgesellschaft mit der Bezeichnung „Lloyd-Fonds Flottenfonds X KG“ beschäftigt zwischenzeitlich auch die Gerichte.

Ende des Jahres 2012 ließ die Fondsgeschäftsführung ihre Anleger bereits darauf hinweisen, dass sich die Fondsgesellschaft mehr als negativ entwickele, mit der weiteren Befürchtung, dass die aus negativen Kapitaleinlagen geleisteten Ausschüttungen im Insolvenzfall von einem Insolvenzverwalter zurückgefordert werden können.

Bettina Wittmann, Vorstand des Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V., welche für geschädigte Anleger bundesweit die einzelnen Rechtsstreitigkeiten zu den zuständigen Landgerichten vertritt, hierzu:

„In den meisten diesseits vertretenen Schadensangelegenheiten versuchen sich die agierenden Anlageberatungsgesellschaften mit einer angeblichen Erläuterung des Fondsprospekts zu exkulpieren, es insoweit zu prüfen gilt, ob die im Fondsprospekt unter Risikohinweis dargestellten Angaben überhaupt geeignet sind, die Vorgaben des BGH an eine vollständige und transparente Information zu erfüllen“.

So stellt sich die Frage, ob im Fondsprospekt zur „LF-Flottenfonds X“ auf die sogenannte „loan-to-value“-Klausel in hinreichend deutlicher Form hingewiesen wird, grundsätzlich für jeden Anleger natürlich die Frage, wann, wie und unter welchen Umständen er sein angelegtes Kapital wieder zurückverlangen kann, für die individuelle Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung ist.

Denn den Anleger interessieren nicht nur Gesichtspunkte wie Sicherheit bzw. mögliche Erträgnisse aus einem angedienten Finanzprodukt; ebenso wichtig ist für einen Anlageinteressenten die Frage, wie die schlussendlich prognostizierten Renditeerwartungen erwirtschaftet werden können, in diesem Zusammenhang es für jeden Anleger von zeichnungsentscheidender Bedeutung gewesen wäre, in Erfahrung zu bringen, dass durch die 105%-ige Wertsicherungsklausel die Fondsbeteiligung selbst um ein Vielfaches risikobehafteter war, als mündlich in aller Regel dargestellt und im Übrigen schriftlich im Fondsprospekt niedergelegt.

Auch um das jeder Fondsbeteiligung systemimmanente „Totalverlustrisiko“ findet sich im Prospekt nichts, und zwar auch im Kapitel zur „Fremdfinanzierung“ nicht.

Bettina Wittmann vom Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. weiter:

„Aus dieser Prospektangabe ergibt sich weder das tatsächlich der Beteiligung immanente Kapitalverlustrisiko noch die Gefahr für die Fondsgesellschaft, dass es bei Erreichen der 105%-Wertgrenze zu keinen Ausschüttungen für die Gesellschafter mehr kommen wird, weil ansonsten die eingegangenen Fremdfinanzierungen gefährdet sind“.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. rät betroffenen Anlegern eine grundsätzliche Prüfung möglicher Schadensersatzansprüche an, und zwar auch aus verjährungsrechtlichen Gesichtspunkten.

Zwar verjähren nach der Rechtsprechung des BGH Beratungsfehler jeweils gesondert, nur durch eine umfassende juristische Prüfung indes eine erfolgreiche Durchsetzung berechtigter Schadensersatzansprüche gewährleistet erscheint.

Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. bietet betroffenen Anlegern eine grundsätzlich kostenfreie Erstbewertung möglicher Ersatzansprüche an.

Weitere Informationen hierzu unter www.schutzverein.org oder schreiben Sie uns einfach unter info@schutzverein.org.

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Der Schutzverein für Rechte der Bankkunden e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, geschädigten Kapitalanlegern zur Seite zu stehen, um ihnen Wege aus der Schuldenfalle zu bieten und Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr eingesetztes Kapital zu retten. Hierbei dient der Verein insbesondere als Informationsportal für geschädigte Kapitalanleger, wobei wir uns als unabhängiges Sprachrohr der Anleger verstehen und deren Interessen vertreten.
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